Endlich ein Weltfussballer. Robert Lewandowski wird am Donnerstag als erster Bundesligaprofi ausgezeichnet. In Zukunft dürften die Chancen steigen, dass weitere folgen. Vielleicht sogar deutsche Nationalspieler?
Bei der Online-Gala bekam Robert Lewandowski vom FIFA-Präsidenten Gianni Infantino die Weltfussballer-Trophäe. Foto: Valeriano Di Domenico/POOL FIFA/Getty/dpa
Bei der Online-Gala bekam Robert Lewandowski vom FIFA-Präsidenten Gianni Infantino die Weltfussballer-Trophäe. Foto: Valeriano Di Domenico/POOL FIFA/Getty/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im schwarzen Smoking sass Robert Lewandowski entspannt und mit ein wenig Abstand neben Manuel Neuer.

Die beiden Bayern-Stars hatten bei der Weltfussballer-Gala abgeräumt - Neuer wurde Welttorhüter, Torjäger Lewandowski bekam von FIFA-Präsident Gianni Infantino den Hauptpreis überreicht.

«Das bedeutet mir wirklich sehr, sehr viel», sagte der 32-Jährige, der als erster Bundesliga-Profi zum Weltbesten gewählt worden war. Und der Triple-Gewinner hofft auf einen Trend.

«Ich hoffe, dass wir nicht noch einmal so lange warten müssen», sagte der Pole angesichts der 29 Weltfussballer vor ihm, die im Jahr ihres Triumphes nicht für den FC Bayern gespielt hatten. «Ich hoffe, dass unsere Ära noch bestehen bleibt. Wir haben sehr gute Spieler, sehr junge Spieler, die bereit sind.» Er freue sich sehr, in dieser Mannschaft zu spielen.

«Ich kann heute nur schwer in Worte fassen, wie stolz und glücklich wir sind», sagte der Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. «Der FC Bayern hat noch nie in seiner Geschichte den Weltfussballer gestellt, und Robert Lewandowski hat sich diese Ehre mehr als verdient.» Und Neuer habe das Torwartspiel auf ein «völlig neues Niveau gehoben, er ist für mich der beste Torwart der Fussballgeschichte».

Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fussball Liga, freute sich über die «tolle Nachricht», dass der Weltfussballer in der Bundesliga spielt. «An dieser Auszeichnung führte aus meiner Sicht kein Weg vorbei», sagte er.

Ein deutscher Nationalspieler hatte es nicht in die elf Profis umfassende Vorauswahl für die Weltfussballer-Wahl geschafft. Joshua Kimmich (25) wurde nach dem Superjahr der Bayern zusammen mit Lewandowski, Alphonso Davies (20) und dem dann zum FC Liverpool gewechselten Thiago (29) in die Weltelf der FIFA gewählt. Bislang einziger deutscher Titelträger bleibt Rekordnationalspieler Lothar Matthäus aus dem Premierenjahr 1991, der damals für Inter Mailand spielte.

In Zukunft dürfte es etwas leichter werden, zumindest zu den Top 3 der Weltfussballer zu gehören. Die Dauersieger Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) und Lionel Messi (FC Barcelona) sind 35 und 33 Jahre alt. Ronaldo gewann die Wahl bislang fünfmal, Messi triumphierte bei sechs Weltfussballer-Vergaben. Entsprechend stolz war Lewandowski, in der Ära der beiden Superstars gewonnen zu haben.

Der Bayern-Stürmer selbst hat mit seinen 32 Jahren noch lange nicht genug. «Ich will noch viele Jahre auf einem Top-Niveau spielen», sagte er. Egal, wie viele Titel er schon gewonnen habe. «Ich habe immer im Kopf, den nächsten zu gewinnen», sagte er. Aber erst einmal genoss er seinen Premierensieg: «Heute wird es schwierig, einfach schlafen zu gehen», sagte Lewandowski.

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