Saudis wollen 50 Fussball-Stars verpflichten
Saudi-Arabien plant eine weitere grosse Transfer-Offensive. Dieses Mal sollen aber auch jüngere Superstars wie Vinícius verpflichtet werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Saudi-Arabien plant eine neue Transfer-Offensive, 50 Top-Stars sollen kommen.
- Dafür werden den Clubs jährlich zwei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden.
- Lewandowski und Salah, aber auch jüngere Spieler wie Vinícius sind auf der Liste.
Vor drei Jahren verpflichtete der saudische Club Al-Nassr Cristiano Ronaldo. Es war der Beginn einer Offensive der saudischen Liga, um international Aufmerksamkeit und Bedeutung zu gewinnen. Damals wurden meist ältere Stars verpflichtet. Mittlerweile ist die Liga aber wieder grösstenteils aus den Schlagzeilen verschwunden.
Dies soll nun mit einer weiteren grossen Transfer-Offensive geändert werden. Wie der stets gut informierte Transfer-Journalist Ben Jacobs schreibt, sollen 50 Stars verpflichtet werden, die meisten davon noch diesen Sommer.

Der Fokus soll nicht mehr auf älteren Spielern, sondern auf solchen im besten Fussballeralter liegen. So steht beispielsweise auch Vinícius Junior (25) auf der Liste.
Stars über 30 Jahren sollen dann verpflichtet werden, wenn sie neue Märkte erschliessen oder bestehende Zielgruppen halten könnten. Beispielsweise der Ägypter Mohamed Salah, der Brasilianer Casemiro, der Portugiese Bruno Fernandes oder der Pole Robert Lewandowski.

Um all diese Stars zu verpflichten, wird viel Geld benötigt. Doch für die saudische Liga ist das kein Problem: Pro Saison sollen zwei Milliarden Euro für Ablösen, Gehälter und Beraterhonorare zur Verfügung stehen. Das Geld soll an jene Clubs fliessen, die Bedarf haben.
Auch strukturell plant die Liga Veränderungen. So sollen mehrere Vereine privatisiert werden. Die Beteiligung des Staatsfonds soll mittelfristig beendet werden. Gemäss dem Bericht soll es für Al-Hilal bereits private Interessenten geben.
Cristiano Ronaldo, das grösste Aushängeschild der Liga, wird im Februar 41 Jahre alt. Seine Karriere neigt sich damit langsam dem Ende zu. Verlieren will die Liga ihn aber auf keinen Fall. Deshalb wird geprüft, den Superstar als Vereinsbesitzer oder in einer anderen Funktion zu halten.












