In diesem Jahr ist alles anders - auch die Sommerpause für die Profis in der Fussball-Bundesliga. Wer fährt wohin, wer nutzt die freie Zeit wie? Und welche Regeln gibt es wegen der Corona-Pandemie seitens der Vereine? Klar ist vor allem, dass noch einiges unklar ist.
Entspannt beim Holzhacken in der Heimat: BVB-Torjäger Erling Haaland. Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa
Entspannt beim Holzhacken in der Heimat: BVB-Torjäger Erling Haaland. Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Nationalspieler Emre Can gönnt sich eine Auszeit auf Mykonos, Bayern-Profi Javi Martínez liegt in Cadíz am Strand und BVB-Jungstar Erling Haaland entspannt beim Holzhacken in der Heimat.

Selten war die Sommerpause für die Fussball-Profis so wichtig wie in diesem Jahr - auch wenn wegen der Corona-Pandemie vieles anders ist. Nach der hohen Belastung in den finalen Wochen der vergangenen Saison dürfte es ab September - für die Europapokal-Teilnehmer sogar schon ab August - ähnlich weitergehen. Umso wichtiger sind die wenigen freien Tage im Sommer, die die Profis ganz unterschiedlich nutzen.

Der Norweger Haaland posierte zuletzt mit Kettensäge und ist damit eher die Ausnahme. Andere Fussballer verbringen ihren Urlaub ganz klassisch bei Sonnenschein am Strand. Hoch im Kurs steht Mykonos: Dort urlauben zum Beispiel der Dortmunder Emre Can, der Hertha-Profi Jordan Torunarigha und Freiburgs Stürmer Lucas Höler. Der Schalker Ahmet Kutucu erholt sich auf Ibiza. Auch einige der Bayern-Profis setzen auf Spanien: Thiago Alcantara geniesst seinen Urlaub an der Costa Brava, während Javi Martinez in Cadiz am Strand liegt.

Statt in Las Vegas oder Dubai entspannen sich die Fussballer also in Europa. Denn auch für Manuel Neuer und Co. gelten die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes und die Vorsichtsmassnahmen, die das Robert-Koch-Institut empfiehlt. Reiseverbote wurden zwar keine ausgesprochen, teilte der FC Bayern mit. Aber es sei mit den Spielern «eindringlich» gesprochen worden, dass sie sich an die öffentlichen Vorgaben halten sollen.

Ähnlich äusserte sich Gladbachs Sportdirektor Max Eberl: Es sei am Ende der Saison noch einmal besprochen worden, dass man auch im Urlaub verantwortungsvoll handeln müsse. Freiburgs Trainer Christian Streich machte zu dem Thema eine klare Ansage: «Natürlich darf jemand in die Schweiz, nach Österreich oder Italien reisen. Aber in gewisse Länder halt nicht. Wir gestalten den Urlaub eigentlich wie immer - nur, dass wir nicht um die Welt jetten.»

Viele andere Fragen sind hingegen noch offen - bei manchen Vereinen zum Beispiel ganz praktisch, wie lange die Sommerpause denn nun tatsächlich dauern wird. Bei Hertha BSC beispielsweise ist der Trainingsstart nach Vereinsangaben noch nicht fixiert. «Wir müssen weiterhin wie seit gut drei Monaten improvisieren», sagte Hertha-Coach Bruno Labbadia. Individuelle Trainingspläne haben die Hertha-Spieler allerdings trotzdem an die Hand bekommen. Die TSG 1899 Hoffenheim will ihre Profis in der Sommerpause erstmal von Hausaufgaben verschonen. «Sie werden auch mindestens vier Wochen frei haben», sagte Sportchef Alexander Rosen.

Für die Champions-League-Teilnehmer FC Bayern und RB Leipzig geht es nicht ganz so entspannt zu. Für die Münchner steht schon am 8. August die nächste Partie in der Königsklasse an, Leipzig startet fünf Tage später in das Finalturnier. Deshalb beginnen sie schon in den kommenden Tagen mit dem Training. RB legt am 22. Juli wieder mit dem Trainingsbetrieb los. Bei den Bayern erfolgt am 20. Juli der Neustart mit Cyber-Hometraining, ehe die Münchner Profis nach drei negativen Coronatests wieder gemeinsam auf den Platz dürfen.

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