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    Ex-FIFA-Chef Blatter vor Berufungsprozess: Ich kann kämpfen

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    Muttenz,

    Ab Montag steht der frühere FIFA-Chef Joseph S. Blatter trotz eines Freispruchs 2022 wieder vor Gericht. Es geht um eine umstrittene Millionenzahlung.

    Ex-FIFA-Präsident Joseph Blatter
    Joseph S. Blatter geht zuversichtlich in die nächste juristische Auseinandersetzung. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sepp Blatter zeigt sich vor der nächsten juristischen Auseinandersetzung optimistisch.
    • Die Berufungsverhandlung für den 88-Jährigen begann am Montag in Muttenz.
    • Dabei geht es um zwei Millionen, die er als FIFA-Chef an Michel Platini überwiesen hat.

    Mit 88 Jahren kämpft der ehemalige Präsident des Fussball-Weltverbands FIFA, Joseph S. Blatter, weiter um seinen Ruf.

    Er gehe zuversichtlich in die neue Runde der juristischen Auseinandersetzung um eine umstrittene Millionenzahlung, sagt Blatter der Deutschen Presse-Agentur.

    Die Berufungsverhandlung beginnt am Montag in Muttenz bei Basel. «Wenn es sein muss, kann ich auch kämpfen», sagte er. «Ich bin darauf erpicht, dass diese ganze Sache erledigt wird.»

    michel platini sepp blatter
    Michel Platini wurde im Sommer 2022 wie Sepp Blatter freigesprochen. - Keystone

    Es geht um zwei Millionen Franken. Diese soll Blatter als FIFA-Chef 2011 an den damaligen Präsidenten des europäischen Dachverbands UEFA, Michel Platini, überwiesen haben. Nach Angaben der beiden handelt es sich um ein ausstehendes Honorar für alte Beratertätigkeiten. Die Staatsanwaltschaft bezweifelt dies.

    Ursprünglich gab es einen Freispruch

    Blatter und Platini waren vom Bundesstrafgericht in Bellinzona 2022 freigesprochen worden, die Staatsanwaltschaft ging aber in Berufung. Das Verfahren findet in Muttenz statt. Dies, weil Platini erfolgreich geltend machte, dass ein Mitglied der Berufungskammer in Bellinzona befangen sein könnte.

    sepp blatter
    Der ehemalige Fifa-Boss Sepp Blatter. - Keystone

    Bei der Millionenzahlung sei alles rechtens gewesen, betont Blatter. Er sei wie ein Missionar für den Fussball gewesen. Er habe aus dem kleinen FIFA-Betrieb eine Weltmacht geschaffen mit Umsätzen in Milliardenhöhe.

    Dass er sich 2015 mit 79 für eine neue Amtszeit bewarb, habe er getan, weil kein anderer da war. «Wenn man etwas macht, dann nicht halbherzig, da sieht man nicht, dass man älter wird», sagt Blatter heute. «Anstatt mir einen schönen Abgang zu machen, kam ich plötzlich in die Mangel der Justiz.»

    89. Geburtstag mitten im Verfahren

    Die FIFA war zunächst Nebenkläger in dem Verfahren, hat sich aber zurückgezogen. Er rechne mit einer Bestätigung des Freispruchs, sagte Blatter.

    Haben Sie Mitleid mit Sepp Blatter?

    «Wenn es negativ kommt, dann muss ich eben neue Energien sammeln, dann fechten wir das an», sagte er. Am 25. März soll das Urteil verkündet werden.

    Blatter wird am 10. März 89 Jahre alt. An dem Tag ist keine Verhandlung. Gefeiert werde aber ohnehin erst nach dem Prozess, sagte Blatter.

    Kommentare

    User #4165 (nicht angemeldet)

    Der wird erst Post Mortum verurteilt werden. Soviel alle sind gleich vor dem Gesetz....

    User #6400 (nicht angemeldet)

    Infantino, auch Walliser, macht seine dubiosen Machenschaften schlauer als Sepp!

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