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    BVB-Studie: Corona-Pandemie schadet Popularität des Fussballs

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    Deutschland,

    Die Corona-Pandemie hat dem Stellenwert des Fussballs geschadet.

    Die Popularität des Fussballs hat in der Pandemie gelitten. Foto: Bernd Thissen/dpa
    Die Popularität des Fussballs hat in der Pandemie gelitten. Foto: Bernd Thissen/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Einer Umfrage unter 28.000 BVB-Fans zufolge hatten knapp über 80 Prozent der Befragten den Stellenwert des Fussballs in ihrem Leben vor der Pandemie mit «hoch» bewertet.

    Das ist das Ergebnis einer vom Fussball-Bundesligisten Borussia Dortmund in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie in Zusammenarbeit mit der Dortmunder Universität.

    Einer Umfrage unter 28.000 BVB-Fans zufolge hatten knapp über 80 Prozent der Befragten den Stellenwert des Fussballs in ihrem Leben vor der Pandemie mit «hoch» bewertet. Bezogen auf den Stellenwert des BVB in ihrem Leben waren es sogar 90 Prozent. Unter dem Eindruck der Pandemie lagen diese beiden Werte im Frühjahr allerdings nur noch bei 50 und 60 Prozent.

    Vor allem die zunehmende Kommerzialisierung des Profifussballs wurde von 80 Prozent der Befragten als «kritisch» bewertet. Selbst ein solch populärer Verein wie der BVB mit normalerweise grosser Fanbindung bekommt diese wachsende Skepsis zu spüren, kann aber auch positive Erkenntnisse aus der Krise ziehen. «Im Verlauf der Umfrage fällt immer wieder auf, dass Borussia Dortmund in der Einschätzung der Fans im Vergleich zum Fussball im Allgemeinen ein Stück weit besser durch die Pandemie gekommen ist», wird Professor Uwe Wilkesmann in einer Mitteilung des Vereins von Sonntag zitiert.

    Gute Noten fürs BVB-Hygienekonzept

    So gaben lediglich 0,5 Prozent der Studienteilnehmer an, nach dem Ende der Pandemie keine Spiele mehr im Stadion besuchen zu wollen. Rund 90 Prozent kündigten ihre Rückkehr in Deutschlands grösstes Stadion an, knapp zehn Prozent zeigten sich unentschlossen. «Auf der einen Seite freut es uns sehr, dass so viele Fans angeben, nach der Pandemie wieder ins Stadion zurückkommen zu wollen. Auf der anderen Seite nehmen wir aber selbstverständlich auch die Kritikpunkte der Fans an bestimmten Entwicklungen im Fussball wahr und werden diese in unsere internen Überlegungen mit einbeziehen», sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

    Gute Noten gab es für das Hygienekonzept der Borussia für die mit mehreren Tausend Zuschauern ausgetragenen Partien im September und Oktober der abgelaufenen Saison. 95 Prozent der Befragten gaben an, sich während ihres Stadionbesuchs sicher gefühlt zu haben. Zudem kamen das soziale Engagement des Revierclubs während der weltweiten Corona-Krise und die transparente Darstellung der eigenen Probleme bei knapp über 60 Prozent der Teilnehmer der Befragung als «überwiegend gut» an.

    Nach der Teilöffnung der Stadien für Zuschauer aufgrund sinkender Corona-Inzidenzwerte hatten einige Vereine Probleme, das angebotene Kartenkontingent abzusetzen. Das hatte die Diskussion über die schwindende Popularität des Fussballs zusätzlich befeuert.

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