Nach der emotionalen Jahreshauptversammlung des FC Bayern München hat sich Nationalspieler Thomas Müller für einen sachlichen Austausch mit den Fans ausgesprochen.
Bayern-Spieler Thomas Müller regt einen Dialog zwischen Vereinsführung und den Mitgliedern an. Foto: Sven Hoppe/dpa
Bayern-Spieler Thomas Müller regt einen Dialog zwischen Vereinsführung und den Mitgliedern an. Foto: Sven Hoppe/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Er regte wie zuvor schon Trainer Julian Nagelsmann einen Dialog an, in dem darüber gesprochen werden müsse, worum es den beiden Seiten gehe.

Dies sei «vielleicht auf dieser Veranstaltung nicht zufriedenstellend passiert», sagte Müller nach dem 1:0-Sieg in der Fussball-Bundesliga gegen Arminia Bielefeld im TV-Sender Sky.

Er regte wie zuvor schon Trainer Julian Nagelsmann einen Dialog an, in dem darüber gesprochen werden müsse, worum es den beiden Seiten gehe. «Da wird auch ein bisschen aneinander vorbei geredet», sagte Müller und gab zu: «Für die Aussenwirkung war das auf jeden Fall nicht gut. Da muss man kein Experte sein, um das beurteilen zu können.»

Zuvor hatte offenbar bereits FCB-Präsident Herbert Hainer signalisiert, zu persönlichen Gesprächen bereit zu sein. «Herbert Hainer hat mich heute angerufen. Wir haben uns kurz über die JHV ausgetauscht und sind so verblieben, dass wir ein persönliches Gespräch zu Katar und der JHV führen werden», schrieb FCB-Mitglied Michael Ott am Samstag auf Twitter.

Nach dem 1:0 in der Fussball-Bundesliga gegen Arminia Bielefeld erneuerte auch Nagelsmann, dass ein Austausch in einem anderen Rahmen und ohne die Emotionen wie bei der Versammlung stattfinden solle. «Ich glaube, dass der erste Schritt getan ist, was ich gehört habe», sagte der 34-Jährige. Themen wie diese würden bewegen und da sei es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Es gehe darum, die beste Lösung für Bayern München zu finden.

Ott hatte mit seinem Katar-Antrag bei der JHV des Rekordmeisters für viel Wirbel gesorgt. Das FCB-Mitglied wollte einen Spontanantrag einbringen, um über den bis 2023 laufenden Sponsorenvertrag mit der Fluglinie Qatar Airways abstimmen zu lassen. Das liess das Präsidium nicht zu. Ott hatte daraufhin das Verhalten der FCB-Bosse scharf kritisiert. Die Geschäftsbeziehung mit Katar ist in der Fanszene des FC Bayern wegen der umstrittenen Menschenrechtssituation im Gastgeberland der WM 2022 und der Arbeitsverhältnisse auf den WM-Baustellen ein Reizthema.

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