Bale-Mätzchen bei Real Madrid egal: «Meister in Sicht»

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    Spanien,

    Erfolg sorgt auch im Fussball für Gelassenheit: Die immer häufigeren Mätzchen und Provokationen des seit fünf Spielen auf der Bank sitzenden Gareth Bale stören den spanischen Rekordchampion Real Madrid kurz vor dem Gewinn der ersten Meistertitels seit 2017 nicht mehr.

    Auf der Tribüne schaut Gareth Bale (r) provoant durch ein imaginäres Fernglas. Foto: Jose Breton/AP/dpa
    Auf der Tribüne schaut Gareth Bale (r) provoant durch ein imaginäres Fernglas. Foto: Jose Breton/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trainer Zinedine Zidane wollte Bale auch nicht viel Aufmerksamkeit schenken.

    «Ein Meister in Sicht», titelte das Madrider Fachblatt «Marca» nach dem 2:1-Erfolg beim FC Granada. Dass Bale während des Spiels wieder Faxen machte, so tat, als würde er die Partie durch ein Fernglas beobachten, und die obligatorische Schutzmaske herunterzog, erwähnten die Medien in Spanien - anders als bei früheren Provokationen - nur am Rande. Bale habe wieder seine «Null-Bock-Mentalität» an den Tag gelegt, schrieb «Marca». Ein Transfer des 30 Jahre alten walisischen Nationalspielers nach der laufenden Saison sei unumgänglich, schrieben viele Medien.

    Trainer Zinedine Zidane wollte Bale auch nicht viel Aufmerksamkeit schenken. «Er hat sich bei mir nicht beschwert, und damit war es das. Wir denken nur an unser Ziel, den Liga-Titel zu gewinnen», sagte er.

    Zwei Runden vor Schluss benötigt Real bei vier Punkten Vorsprung vor Noch-Meister FC Barcelona einen Sieg oder zwei Remis, um den 34. Liga-Titel zu holen. Bei Punktgleichheit wäre Real wegen des besseren Abschneidens im direkten Vergleich vorne. Bei einem Sieg gegen den FC Villarreal könnte schon am Donnerstag der Titelgewinn feststehen.

    Am Dienstag appellierte der Club an die Fans, in diesem Fall dennoch nicht auf den Strassen eine grosse Siegesfeier abzuhalten. Diese lasse die Corona-Krise nicht zu. Auch die Mannschaft würde im Falle des Titelgewinns nicht wie üblich in aller Öffentlichkeit an der Plaza de Cibeles feiern, schrieb der Club in einer Mitteilung.

    Zidane wies derweil die Aussagen von Journalisten, der Titel sei praktisch gesichert, zurück. «Noch sehe ich mich überhaupt nicht als Meister. Wir haben noch zwei Spiele, und als nächstes eine schwere Partie zu Hause.» Auch Kapitän Sergio Ramos warnte vor zu viel Optimismus: «Wir sind einen Schritt näher dran am Titel, aber wir müssen noch um die restlichen Punkte kämpfen. Heutzutage schlägst du niemanden, wenn du nicht 90 Minuten lang konzentriert bist.»

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