Eishockey-WM: Fünf Gründe, warum die Nati Gold holt
Zweimal musste sich die Nati zuletzt mit WM-Silber begnügen. Hier kommen fünf Gründe, warum es heute (ab 20.20 Uhr) gegen Finnland endlich für Gold reicht.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Nati spielt ab 20.20 Uhr gegen Finnland um WM-Gold.
- Nach zwei Final-Niederlagen soll es im dritten Anlauf mit dem Weltmeistertitel klappen.
- Die Schweizer Fans dürfen durchaus optimistisch sein. Fünf Gründe.
Dritter WM-Final in Serie! Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft spielt heute (ab 20.20 Uhr) um den Titel.
Zuletzt musste sich die Schweiz zweimal mit Silber begnügen. An der Heim-WM soll es nun endlich mit der Goldmedaille klappen.
Hier kommen fünf Gründe, warum die Nati heute erstmals Weltmeister wird.
1. Fischer-Posse schweisst Team zusammen
Die Beichte über ein gefälschtes Covid-Zertifikat von Patrick Fischer führte im April zu dessen Entlassung. Und das wenige Wochen vor der Heim-Weltmeisterschaft.
Der Aufschrei war riesig, die Schlagzeilen reichten weit über die Landesgrenze hinaus. Viele Fans fragten sich: Wird das Turnier nun zum Desaster?
Die Antwort gibt das Team auf eindrückliche Art und Weise. Trotz Wirbel bleiben die Spieler cool und fokussiert.
Vielmehr noch: Es scheint, als hätten die Turbulenzen die Mannschaft sogar zusammengeschweisst. Stimmung und Moral sind hervorragend.
Heute spielt die Nati den WM-Final. Auf dem Weg zum Titel hat sie die grösste Hürde aber bereits vor dem Turnier überwunden.

2. Genoni in Top-Form
Keine Frage: Leonardo Genoni ist der beste Keeper des Turniers. Seine Fangquote von 97,25 Prozent ist absolut weltmeisterlich.
Der Finne Justus Annunen bringt es «nur» auf 92,45 Prozent. Auf der Position des Torhüters haben die Schweizer die Nase vorne.

3. Special Teams als Schlüssel
Die Nati weist an der WM sowohl das beste Power- als auch das beste Box-Play auf.
Knapp 40 Prozent der Überzahlspiele resultieren bisher in einem Torerfolg – ein Top-Wert. Zudem haben die Schweizer in Unterzahl erst einen einzigen Treffer kassiert.
Punkto Special Teams hat die Nati gegenüber den Finnen die Oberhand. Und diese können in einem Finalspiel durchaus das Zünglein an der Waage sein.

4. Mehr Erholung
Die Differenz ist nicht gross, aber sie ist da: Die Nati spielte den Halbfinal am Samstag bereits am Nachmittag, während die Finnen erst am Abend ran durften.
Ein paar Stunden mehr Erholung sind für das Team von Trainer Jan Cadieux sicherlich kein Nachteil.
Das belegt übrigens auch die Statistik: Bei den letzten sieben Weltmeisterschaften hat immer das Team Gold geholt, welches den Halbfinal am Nachmittag bestreiten durfte.

5. Fans sorgen für Heimvorteil
Zum dritten Mal in Serie steht die Nati im WM-Final. Zum ersten Mal aber vor eigenem Publikum. Und das ändert die Ausgangslage grundlegend.
Was in der Swiss Life Arena bei den Spielen der Schweizer abgeht, ist Wahnsinn. Diese elektrisierende Stimmung wird dem Team den entscheidenden, weltmeisterlichen Push geben.









