Die Situation für jüdische Sportlerinnen und Sportler in Deutschland werde zunehmend schwieriger. Das sagt der Präsident vom Turn- und Sportverband Makkabi.
Alon Meyer ist Präsident von Makkabi Deutschland.
Alon Meyer ist Präsident von Makkabi Deutschland. - Fabian Strauch/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Präsident von Makkabi Deutschland beklagt zunehmend Antisemitismus.
  • Die Situation für Jüdinnen und Juden auf deutschen Fussballplätzen sei «inakzeptabel».

Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, beklagt den zunehmenden Antisemitismus gegenüber den mehr als 5000 jüdischen Sportlerinnen und Sportlern im Land.

«Seit der Flüchtlingswelle 2015 ist es nach unserem Empfinden wieder schlimmer geworden», sagte der 47-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor dem Fussball-Länderspiel zwischen Deutschland und Israel in Sinsheim am 26. März.

Die Situation für Jüdinnen und Juden auf deutschen Fussballplätzen sei «inakzeptabel», sagte Meyer vom Turn- und Sportverband Makkabi: «Vor allem, wenn es im Nahen Osten eskaliert, dann ist es hier besonders schrecklich. Spielen wir dann am Wochenende in der Kreisliga gegen einen Gegner mit überwiegend muslimischen Spielern, dann ist das Stress, Hektik, Aggression.»

Meyer forderte in dem Interview: «Die anständige Mehrheit muss aus der Komfortzone heraus. Jeder in Deutschland müsste lauter werden, sich für das, was uns stark macht, einsetzen.» Die grossen Verbände wie der Deutsche Fussball-Bund (DFB) oder der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) «sollten mit den finanziellen Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, die guten Bewegungen wirklich unterstützen», sagte Meyer.

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