Baselbieter Bevölkerung treibt weniger Vereinssport
Baselbieterinnen und Baselbieter sind sportlich sehr aktiv, organisieren sich aber immer weniger in Vereinen. Stattdessen treiben sie vermehrt Sport in Fitnesscentern oder privat, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Kantons zeigt.

Insgesamt seien 53 Prozent der Bevölkerung im Baselbiet mindestens drei Stunden pro Woche sportlich aktiv, was leicht über dem Schweizer Durchschnitt liege, teilte das Sportamt Baselland mit.
Die Studie zeigt zudem, dass Sport vermehrt individuell betrieben wird. 46 Prozent der Befragten gaben an, ihre Aktivitäten unorganisiert auszuüben. Die Mitgliedschaften in Sportvereinen bei Personen über 15 Jahren sanken seit 2020 von 25 auf 17 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Mitgliedschaften in Fitnesscentern auf 24 Prozent.
Dieser Wandel hat Folgen für das freiwillige Engagement: Der Anteil der Bevölkerung, der sich unentgeltlich für den Sport einsetzt, ging im gleichen Zeitraum von 21 auf 15 Prozent zurück. Dies sei eine Folge der geschrumpften Mitgliederbasis der Vereine, heisst es in der Studie.
Anders als im schweizweiten Trend sind Frauen und Männer im Baselbiet praktisch gleich sportlich aktiv. Bei Kindern seien Sportvereine hingegen nach wie vor sehr beliebt.
Krafttraining immer beliebter
Bei den Sportarten verzeichnet das Krafttraining einen deutlichen Zuwachs, wie aus der Studie hervorgeht. Rückläufig seien hingegen die Zahlen beim Schwimmen und Skifahren. Die beliebtesten Sportarten im Baselbiet bleiben Wandern, Radfahren und Jogging.
Der Kanton kündigte als Reaktion auf die Studie an, Sportvereine und Freiwilligenarbeit stärken zu wollen. Zudem sollen öffentlich zugängliche Sportanlagen weiterhin gefördert und punktuell ausgebaut werden.
Für die Studie «Sport im Kanton Basel-Landschaft 2026» des Schweizer Sportobservatoriums von Lamprecht & Stamm wurden 854 Personen ab 15 Jahren befragt. Die Daten werden seit 2008 alle sechs Jahre erhoben.






