Zollikofen stimmt Ende November über Umzonung Steinibachgrube ab

Keystone-SDA Regional
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Bern Nord,

Das Referendum gegen die Einzonung von Land für ein grosses Wohnbauprojekt in der Steinibachgrube in Zollikofen ist zustande gekommen. Das Geschäft kommt damit am 29. November an die Urne, wie die Gemeinde am Dienstag mitteilte.

Im äussersten Zipfel von Zollikofen soll neuer Wohnraum über einer alten Deponie entstehen. Im Ort gibt es Widerstand. Ein Referendumskomitee sammelte rund dreimal so viele Unterschri...
Im äussersten Zipfel von Zollikofen soll neuer Wohnraum über einer alten Deponie entstehen. Im Ort gibt es Widerstand. Ein Referendumskomitee sammelte rund dreimal so viele Unterschri... - Swisstopo

Das Referendumskomitee hat 956 gültige Unterschriften gesammelt. Für das Zustandekommen hätten 300 gereicht. Der Grosse Gemeinderat beschloss Ende Mai die Zonenplan- und Baureglementsänderung «Steinibachgrube», gegen die eine Interessengemeinschaft in der Folge das Referendum ergriff.

Am Ortseingang von Zollikofen sollen gemäss einem Referenzkonzept rund 140 Miet- und Eigentumswohnungen für eine breite Bevölkerung entstehen. Das Projekt soll einen Beitrag zur Bekämpfung der Wohnungsnot leisten.

Doch in der Gemeinde gibt es auch Stimmen, die langsam genug haben von baulichen Grossprojekten. «Seit Jahren werden gefühlt überall riesige Gebäude hochgezogen», ist auf der Internetseite der Interessengemeinschaft «Steinibachgrube Nein» zu lesen.

Der Verkehr auf der Bernstrasse kollabiere bereits heute und Schulklassen müssten in Containern unterrichtet werden. Nun solle ein weiteres Quartier mit zehn Blöcken entstehen. Damit werde nicht zuletzt auch das Naherholungsgebiet Rütti verschandelt, heisst es weiter.

Das Gebiet am Ortseingang sei bestens erschlossen und entstehe in unmittelbarer Nähe zu Arbeitsplätzen, was Pendlerverkehr reduzieren werde, sagen die Befürwortenden. Die Überbauung soll auf einer ehemaligen Grube erfolgen. Damit werde kein wertvolles Landwirtschaftsland beansprucht.

Die Überbaubarkeit der ehemaligen Abfalldeponie sei ungewiss, betonen hingegen die Gegner. Die hohen Sanierungs- und Entsorgungskosten würden das Bauen teuer machen – bezahlbare Wohnungen seien kaum zu erwarten.

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