Diese Regierungsmitglieder treten wieder an – und diese nicht
Am 4. April 2027 wird der siebenköpfige Regierungsrat des Kantons Zürich neu gewählt. Wer wie lange im Amt ist, wer wieder antritt, wer genug hat und wer neu liebäugelt – eine Übersicht:

Martin Neukom (Grüne)
Der 39-jährige Winterthurer ist das jüngste Mitglieder der Zürcher Regierung und seit 2019 Baudirektor. Neukom hat sich bislang noch nicht zu den Wahlen 2027 geäussert. Der seit Mai 2025 amtierende Regierungspräsident dürfte aber auch angesichts seines Alters eine weitere Amtszeit anstreben.
Carmen Walker Späh (FDP)
Die Vorsteherin der Volkswirtschaftsdirektion wird bei den Wahlen 2027 69 Jahre alt sein. Ob ihre dritte Amtszeit die letzte sein wird, ist noch unklar. Ihr Partei hatte bereits früh angekündigt, dass sie einen zweiten Sitz zurückerobern will. Walker Späh selber gab sich bislang noch bedeckt: «Ich schweige wie ein Grab», liess sie sich im «Tages-Anzeiger» zitieren.
Ernst Stocker (SVP)
Der diplomierte Meisterlandwirt aus Wädenswil gehört seit 2010 der Kantonsregierung an und ist damit Amtsältester. Bis 2015 war er Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektion, seit 2015 ist er Finanzdirektor. Nun gelang es seiner Partei kein weiteres Mal, den inzwischen 70-Jährigen von einer Pensionierung abzuhalten. Anlässlich der Präsentation der Jahresrechnung 2025 des Kantons Zürich kündigte Stocker an, bei den Wahlen 2027 definitiv nicht mehr anzutreten.
Mario Fehr (parteilos)
Sicherheitsdirektor Mario Fehr ist seit 2011 im Amt und 67 Jahre alt. Der umtriebige Asylminister äusserte sich bisher nicht dazu, ob er für eine weitere Amtszeit kandidieren will. Damit lässt er sich wohl bewusst Zeit, um die anderen Parteien etwas zappeln zu lassen. Sein Austritt aus der SP 2021 schadete seiner Popularität nicht. Im Gegenteil: Bei den Gesamterneuerungswahlen 2023 erzielte Fehr als Parteiloser das beste Wahlresultat aller Regierungsratsmitglieder.
Silvia Steiner (Mitte)
Die frühere Kripochefin und Staatsanwältin ist seit 2015 im Amt und inzwischen 67 Jahre alt. Die Bildungsdirektorin äusserte sich bislang noch nicht dazu, ob sie erneut antritt. Eine Kandidatur scheint jedoch eher unwahrscheinlich.
Jacqueline Fehr (SP)
Die 62-Jährige leitet seit 2015 die Justizdirektion. Nun hat sie genug. Am Dreikönigstag dieses Jahres äusserte sie sich als erste der amtierenden Regierungsmitglieder zu den Wahlen 2027 und gab sie bekannt, dass nicht mehr antreten wird. Die ausgebildete Pädagogin verbrachte beinahe ihr gesamtes Berufsleben in der Politik. 1990 holte sie einen Sitz im Winterthurer Gemeinderat, bereits im Jahr darauf wurde sie in den Kantonsrat gewählt. 1998 rückte sie in den Nationalrat nach, wo sie 17 Jahre blieb. Für Fehrs Nachfolge hat sich die Zürcher SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf in Stellung gebracht: Sie will 2027 kandidieren. Ebenfalls Interesse an einer Kandidatur bekundeten SP-Nationalrätin Min Li Marti sowie die Kantonsrätinnen Sibylle Marti und Mandy Abou Shoak. Endgültig entschieden haben sich diese aber noch nicht.
Natalie Rickli (SVP)
Die 49-Jährige ist seit 2019 Gesundheitsdirektorin, davor war sie Nationalrätin, Kantonsrätin und Gemeinderätin in Winterthur. Rickli will Regierungsrätin bleiben, wie sie bekannt gab. Bei den Wahlen 2023 holte sie am zweitmeisten Stimmen. Die Winterthurerin soll aber auch mit einer Kandidatur für den Bundesrat liebäugeln, in dem der Kanton Zürich seit dem Abgang von Ueli Maurer (SVP) nicht mehr vertreten ist, – wenn dann SVP-Wirtschaftsminister Guy Parmelin dereinst zurücktritt.






