Schwyz

    Wartezeiten für ADHS-Abklärungen im Kanton Schwyz bleiben lang

    Keystone-SDA Regional
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    Eltern im Kanton Schwyz brauchen Geduld, wenn sie für ihr Kind eine ADHS- oder Autismus-Abklärung benötigen: Die Wartezeiten verharren seit Jahren auf hohem Niveau. Das schrieb das Departement des Innern in seiner am Montag veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage im Kantonsrat.

    Die Wartezeiten für diagnostische Abklärungen von Kindern haben seit 2020 stark zugenommen. (Symbolbild)
    Die Wartezeiten für diagnostische Abklärungen von Kindern haben seit 2020 stark zugenommen. (Symbolbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Im August betrug die Wartezeit durchschnittlich 110 Tage. Laut der Triaplus AG, welche die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) betreibt, betrug die Wartezeit im Jahr 2019 noch rund 24 Tage.

    Seit 2020 sei die Zahl der Anmeldungen stark gestiegen, schrieb das Departement des Innern. Gründe dafür seien Veränderungen in der Diagnostik, eine abnehmende Stigmatisierung psychischer Erkrankungen sowie gesellschaftliche Faktoren. Die Abklärungen seien mit 15 bis 30 Stunden pro Fall sehr personalintensiv.

    Ein rascher Ausbau des Angebots scheitere am Fachkräftemangel sowie an begrenzten Räumlichkeiten. Bei der KJP seien derzeit aber keine Stellen offen.

    Zur Entlastung verweist der Kanton auf niederschwellige Schulangebote und ein Praxisassistenzprogramm zur Förderung der Grundversorgung. Zudem läuft die Ausarbeitung des neuen Gesetzes über Soziale Einrichtungen.

    Kantonsrat Peter Bürgler (Mitte) und drei Mitunterzeichner hatten in ihrer Anfrage vor den Folgen langer Wartezeiten gewarnt. In der Zeit zwischen Anmeldung und Abklärung könne sich das Verhalten eines Kindes derart verschärfen, dass schliesslich nur noch der Übertritt in eine Sonderschule als mögliche Lösung erscheine.

    Kommentare

    User #5201 (nicht angemeldet)

    Die gesamte Gesellschaft scheint ADHS zu haben.

    User #4910 (nicht angemeldet)

    Da werden viel zu viele Kinder, die halt etwas lebendiger sind, zur ADHS Abklärung geschickt. Da stimmt etwas im Bildungswesen nicht mehr wenn plötzlich so viele Kinder krank sein sollen. Die heutige Praxis muss unbedingt korrigiert werden.

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