Urner Landrat sagt Ja zu Kantonsbeitrag für Güterweg im Schächental
Im Eierschwandflügel in der Gemeinde Bürglen kann die Wegbaugenossenschaft Holden-Ried-Eierschwand einen Güterweg zur Erschliessung der Liegenschaften realisieren. Der Landrat hat am Mittwoch einen Kantonsbeitrag von 837'000 Franken einstimmig gutgeheissen.

Mit dem Bauprojekt soll das Gebiet im vorderen Schächental oberhalb von Bürglen besser erschlossen werden. Geplant ist ein 4,7 Kilometer langer und drei Meter breiter Güterweg. Das steile Gebiet liegt vollständig in der Landwirtschaftszone und im Wald und ist heute nur über Fuss- und Viehtriebwege sowie eine Luftseilbahn zu erreichen.
Im Erschliessungsgebiet liegen acht Landwirtschaftsbetriebe, die Hälfte davon im Haupterwerb. Insgesamt bewirtschaften die Betriebe rund 104 Hektaren Land.
Elias Epp (Mitte), Präsident der vorberatenden landrätlichen Volkswirtschaftskommission, betonte die langfristige Sicherung der landwirtschaftlichen Nutzung. Zudem unterstrich er die hohe ökologische Bedeutung des Gebiets mit Trockenwiesen von «nationaler Bedeutung».
Hans Aschwanden, Sprecher der FDP-Fraktion, verwies wie Alois Brand (Mitte) auf die künftig verbesserte Erreichbarkeit der Blaulichtorganisationen. Die SVP erklärte durch Fraktionssprecher Alois Arnold, dass heute selbst kleine Bauvorhaben in diesem Gebiet mit grossem Mehraufwand verbunden seien.
Mahnende Wortmeldungen gab es in der Debatte vor allem von den Ratslinken. Martina Wüthrich (Grüne) beurteilte den Eingriff trotz Zustimmung kritisch, verwies auf naturschutzfachliche Aspekte der Bewirtschaftung und auf die eher hohen Kosten.
Jonas Imhof (SP) sagte, er habe beim Projekt «ein flaues Gefühl im Magen», hoffe aber, dass das Projekt dazu beitrage, eine «nachhaltige Bewirtschaftung sicherzustellen». Er stellte den Antrag, den Kantonskredit um 21'600 Franken zu kürzen, da die ökologischen Ausgleichsmassnahmen von der Bauherrschaft und nicht vom Kanton getragen werden sollen. Der Antrag wurde mit 49 zu 12 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt.
Die Bauherrschaft, die Wegbaugenossenschaft Holden-Ried-Eierschwand, rechnet mit Kosten von insgesamt 3,1 Millionen Franken. Die Umsetzung ist für die Jahre 2027 bis 2029 vorgesehen.





