Uri definiert das Profil der gymnasialen Maturität neu
Der Kanton Uri startet mit dem neuen Maturitätslehrgang ab dem Schuljahr 2028/29, wie die Urner Bildungs- und Kulturdirektion am Dienstag mitteilte. Mit der Reform gibt es mehr Ergänzungsfächer und ein stärkerer Fokus liegt auf den überfachlichen Kompetenzen.

Rund 30 Jahre nach der letzten grossen Reform wird die gymnasiale Maturität in der Schweiz erneuert. Bund und Kantone haben dazu die rechtlichen Grundlagen überarbeitet und einen neuen nationalen Rahmenlehrplan verabschiedet.
Der Kanton Uri setzt die Reform ab dem Schuljahr 2028/29 um. Das Gymnasium bietet künftig verschiedene Schwerpunktfächer an. Im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) werden die Schwerpunktfächer Biologie/Chemie sowie Physik und Anwendungen der Mathematik angeboten, hiess es im Communiqué. Weiter stehen bei den Sprachen Spanisch zur Wahl, im künstlerischen Bereich Musik sowie im neuen gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt «Welt im Wandel».
Zusätzlich wird das Angebot an Ergänzungsfächern ausgebaut und teilweise neu ausgerichtet. Dazu gehören unter anderem «Data Science», ein interdisziplinäres Sprachfach («Reading the World»), ein Medienlabor sowie Angebote zu Geschichte, Religion, Philosophie und kreativem Erzählen mit digitalen Mitteln.
Der neue Stundenplan stehe bereits fest und schaffe Planungssicherheit für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrpersonen, hiess es weiter. Weitere Anpassungen an Lehrplänen und Unterrichtsformen folgen laut Bildungs- und Kulturdirektion in den kommenden Jahren. Bereits laufende Ausbildungen werden noch nach den «bisherigen Bestimmungen abgeschlossen».






