Ufhuser Stimmbevölkerung lehnt neue Deponie ab

Die Stimmberechtigten von Ufhusen lehnen die geplante Deponie im Gebiet Engelprächtigen deutlich ab.

Ufhuser
Ufhuser Stimmbevölkerung lehnt neue Deponie ab. - keystone

Im Gebiet Engelprächtigen in Ufhusen kann keine Deponie für unverschmutztes Aushub- und Ausbruchsmaterial realisiert werden. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag die Schaffung einer neuen Deponie mit einem Nein-Stimmenanteil von 63,5 Prozent abgelehnt. 326 waren gegen die Teilrevision des Zonenplans und des Bau-und Zonenreglements, 187 sprachen sich dafür aus.

Die Stimmbeteiligung betrug hohe 75,3 Prozent, wie die Gemeinde am Sonntag bekanntgab. Auf der neuen Deponie hätten auf 17 Hektaren während 24 Jahren bis zu 1,2 Millionen Kubikmeter unverschmutzte Bauabfälle wie Beton, Ziegel oder Keramik sowie Aushubmaterialien wie Erde, Sand und Kies abgelagert werden sollen.

Die Gemeinde hätte über die gesamte Betriebsdauer rund 3,9 Millionen Franken eingenommen und zusätzlich von Steuererträgen der Betreibergesellschaft, der Landeigentümer sowie der ortansässigen Mitarbeitenden profitiert.

Geschichte des geplanten Standorts

Dort wo die Deponie hätte realisiert werden sollen, wurde von 1917 bis 1920 Schieferkohle,in den1940er-Jahren Braunkohle abgebaut. Laut den Betreibern war das Abbaugebiet damals das grösste Braunkohlebergwerk der Schweiz.

Der Gemeinderat sprach sich damit erfolglos für das Vorhaben aus, Einsprechende und das Initiativkomitee «Nein zur Teilrevision Ortsplanung» kritisierten das Projekt. Sie befürchteten unter anderem einen Imageschaden und Emissionen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Juso-Initiative
75 Interaktionen
Juso-Initiative
Service Citoyen
10 Interaktionen
Service-Citoyen

MEHR AUS LUZERNERLAND

Kurt Heinzer
1 Interaktionen
Dierikon LU
Schüpfheim
Emmen
Emmen