So war die erste Berner Wirtschaftsnacht – die Bilder
Die erste Berner Wirtschaftsnacht bot spannende Einblicke hinter die Kulissen. Rund 30 Unternehmen und Organisationen öffneten ihre Türen.

Die erste Berner Wirtschaftsnacht hat am Freitag gezeigt, wie viel in Bern abseits der grossen Schaufenster geleistet wird. Rund 30 Unternehmen und Organisationen öffneten in Bern und Ostermundigen ihre Türen, gaben Einblicke in Produktion, Forschung, Handwerk und Dienstleistung.
Damit machten sie sichtbar, was im Alltag oft verborgen bleibt: Die Wirtschaft ist ein tragender Teil dieser Stadt. Zwar blieb der grosse Publikumsaufmarsch bei der Premiere aus. Doch wer kam, erhielt spannende Begegnungen, ungewohnte Einblicke und die Gelegenheit, mit Unternehmerinnen, Fachleuten und Lernenden direkt ins Gespräch zu kommen.
Gerade darin lag der Wert des neuen Formats: Berns Wirtschaft wurde nicht abstrakt erklärt, sondern erlebbar gemacht. Stadtpräsidentin Marieke Kruit betonte am Eröffnungsanlass denn auch die Bedeutung solcher Plattformen.

Mai Viholm, Standortleiterin CSL Behring - Daniel Zaugg
«Es ist wichtig, dass die Wirtschaft solche Gelegenheiten erhält, sich zu zeigen», sagte sie. «Wir brauchen Menschen, die das Handwerk weiterführen. Es ist ein Rückgrat von Bern.»
Auch Mai Viholm, CEO von CSL Behring, hob hervor, wie wichtig der direkte Austausch sei: «Innovation entsteht nicht im Verborgenen. Sie lebt davon, dass Menschen sehen, was Unternehmen leisten und welche Chancen sie bieten.»
Für Bern sei es wertvoll, wenn grosse und kleinere Betriebe gemeinsam sichtbar würden. Hansmartin Amrein, der das Podium moderierte, sprach von einem Anfang, auf dem man aufbauen könne. «Eine Premiere ist immer auch ein Lernmoment. Entscheidend ist, dass Wirtschaft, Stadt und Bevölkerung miteinander ins Gespräch kommen.»
Genau dafür fand HIV-Präsident Giorgio Albisetti deutliche Worte. Auf die Frage, was passieren müsse, damit Bern in 10 Jahren wirtschaftlich gut dastehe, führt er aus:
«Es muss gelingen, dass mehr Jugendliche wieder eine Lehre machen und damit ein Handwerk erlernen. Die zuständigen Ämter, die für die Ausstellung von Baubewilligungen zuständig seien, müssen an Effizienz gewinnen – so insbesondere auf kantonaler Ebene. Und drittens sei eine verantwortungsvolle Finanzpolitik in der Stadt Bern unerlässlich, da andernfalls Steuererhöhungen drohen, was wiederum zum Wegzug von Firmen führen würde».
So bleibt nach der ersten Wirtschaftsnacht ein gemischtes, aber keineswegs negatives Fazit: Das Format stimmt, der Inhalt auch. Nun muss das Schaufenster beim nächsten Mal nur noch so hell beleuchtet werden, dass es auch wirklich alle sehen.






















