Thuner Stadtrat soll zinsloses Darlehen für Ballsporthalle sprechen
Ein privater Förderverein will eine Ballsporthalle in Thun bauen, die Stadt soll ein zinsloses Darlehen gewähren.

Das Sport- und Freizeitcluster im Süden der Stadt Thun soll um eine Ballsporthalle erweitert werden. Ein privater Förderverein plant das Projekt. Die Stadt Thun soll sich mit einen zinslosen Darlehen in der Höhe von fünf Millionen Franken engagieren.
Der Stadtrat entscheidet im September darüber. Die neue, wettkampftaugliche Halle soll für den Trainings- und Spielbetrieb verschiedener Ballsportarten wie Handball, Volleyball, Basketball oder Futsal genutzt werden können. 2000 Sitzplätze für Zuschauerinnen und Zuschauer sind vorgesehen.
Vom städtischen zum privaten Projekt
Ein städtisches Projekt wurde 2021 wegen finanzieller Unsicherheiten durch die Coronapandemie gestoppt. Nun wurde es auf privater Basis wieder aufgegleist.
Die Gesamtkosten für die neuen Dreifachsporthalle bewegen sich im unteren zweistelligen Millionenbereich, wie aus einer Mitteilung der Stadtbehörden vom Freitag hervorgeht.
Der private Förderverein bringt 3,6 Millionen Franken Eigenkapital ein. Weitere Mittel sollen durch Sponsoring, Beiträge von Sportfonds und anderen Unterstützern fliessen.
Rückzahlungen und Vorteile für die Stadt
Ein zentrales Element der Finanzierung ist ein zinsloses Darlehen in der Höhe von fünf Millionen Franken, das die Stadt gewähren soll. Rückzahlungen in Tranchen von jährlich 125'000 Franken sollen ab dem elften Jahr ab Gewährung des Darlehens erfolgen.
«Die Stadt Thun profitiert von geringeren Investitionskosten im Vergleich zum ursprünglichen städtischen Sporthallenprojekt und muss keine Betriebs- oder Unterhaltskosten übernehmen.
Das bereits knappe Angebot an Sporthallen würde gezielt erweitert», wird SP-Gemeinderätin Katharina Ali-Oesch, Direktionsvorsteherin Bildung Sport Kultur, in der Mitteilung zitiert.
Der Bau der Ballsporthalle ist mit weiteren Projekten im Sport- und Freizeitcluster Thun Süd verbunden, etwa mit dem Campus des Fussballverbandes. Die Projekte werden etappenweise umgesetzt.