Thun kritisiert Bund für Verzögerung bei Haltestelle Thun Nord

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Bern,

Der Bund will den Bau der geplanten S-Bahn-Haltestelle Thun Nord auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Die Stadt Thun hat diesen Vorschlag am Montag kritisiert. Das Projekt sei ein Schlüssel für die regionale Entwicklung.

Die Stadt Thun kritisiert den Bund und will ihre Planungen für die Haltestelle Thun Nord weiter vorantreiben. (Archivbild)
Die Stadt Thun kritisiert den Bund und will ihre Planungen für die Haltestelle Thun Nord weiter vorantreiben. (Archivbild) - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Der Vorschlag des Bundesrats ist Teil der Botschaft 2027 zum Ausbau der Bahninfrastruktur. Die Realisierung der im Ausbauschritt 2035 vorgesehenen Haltestelle würde damit auf einen deutlich späteren Zeitpunkt verschoben.

«Dieser Entscheid ist für uns unverständlich», wird Vizestadtpräsidentin Katharina Ali-Oesch in der Mitteilung der Stadt zitiert. Die Haltestelle sei ein Schlüsselprojekt für die Entwicklung der Region und des kantonalen Entwicklungsschwerpunkts Thun Nord. Zudem sei sie ein zentrales Element des Agglomerationsprogramms Thun.

Die Stadt werde im Rahmen der Vernehmlassung alles daransetzen, dass der ursprüngliche Zeitplan eingehalten werde, so Ali-Oesch weiter. Die eigenen Planungen für die Haltestelle würden vorangetrieben.

Im Gebiet Thun Nord soll aus einem früheren Militär- und Industriestandort ein Zentrum für Forschung und Technologie entstehen. Dort bestehe ein Potenzial für bis zu 8500 Arbeitsplätze, wie es weiter hiess. Eine gute Bahnerschliessung sei dafür ein zentraler Standortfaktor.

Laut Jolanda Brunner, Präsidentin der Regionalen Verkehrskonferenz Oberland-West, stärkt die Haltestelle den öffentlichen Verkehr in der Region. Diese leiste zudem einen Beitrag zur Reduktion des Strassenverkehrs.

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Kommentare

User #4240 (nicht angemeldet)

Wer setzt im Bundesamt für Verkehr die Prioritäten?! Ein rein touristisches Projekt mit minimalem Impakt für die lokale Bevölkerung, der Grimseltunnel wird einer raum- und städteplanerischen wichtigen Entwicklung, Bhf Thun Nord, vorgezogen. Hat Rösti mitbekommen, dass gerade alle Parteien die Wichtigkeit von regionaler Entwicklung angesichts des Bevölkerungswachstums betonten? Oder will er seine Ämter nach Guttannen zügeln?

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