Stimmvolk entscheidet über Extra-Arbeitszeit für Zürcher Lehrkräfte
Die Stimmberechtigten im Kanton Zürich werden entscheiden, ob Lehrerinnen und Lehrer mehr Zeit für Extra-Arbeit wie Elterngespräche, Lagerorganisation oder Konfliktgespräche erhalten. FDP und SVP haben – wie angekündigt – das Kantonsratsreferendum ergriffen.

Damit wollen SVP und FDP gegen die «geplante, massive Kostensteigerung in der Volksschule» vorgehen, wie sie am Montag mitteilten.
Vor zwei Wochen hatte das Kantonsparlament die Vorlage zum neuen Berufsauftrag für Lehrpersonen in zweiter Lesung knapp mit 90 zu 87 Stimmen angenommen. Unter anderem werden die Klassenlehrpersonen gestärkt, indem deren Stundenpauschale von 100 auf 160 Stunden im Jahr und der Lektionenfaktor von 58 auf 59 erhöht wird.
Der Schlussabstimmung gingen sowohl in erster als auch in zweiter Lesung Grundsatzdebatten über die Arbeitsbedingungen von Lehrpersonen voraus. SVP und FDP kritisierten auch, dass den Sorgen der Gemeinden wegen anfallender Mehrkosten keine Beachtung geschenkt werde.
Deshalb ergriffen FDP und SVP das Referendum gegen diesen Entscheid des Parlaments. Sie sind der Ansicht, dass diese «entstehende Kostensteigerung keinerlei pädagogischen Mehrwert bringe», wie sie in der Medienmitteilung schreiben.
Der Kanton und die Gemeinden ächzten heute schon unter den ständig steigenden Kosten der Volksschule, schreiben sie. Und einen Grossteil dieser anfallenden Kosten müssten die Gemeinden berappen. Die Volksschule müsse wieder einfacher werden. «Nicht einfach immer teurer», so FDP und SVP.






