Stefan Kühne leitet übergangsweise die St. Galler Kantonspolizei

Die St. Galler Kantonspolizei wird übergangsweise vom Leiter der Kriminalpolizei, Stefan Kühne, geführt. Er folgt auf Barbara Reifler, die im März nach wenigen Monaten im Amt ihren Rücktritt als Polizeikommandantin erklärt hatte. Ab Anfang 2027 soll die Stelle gemäss dem Kanton wieder regulär besetzt sein.

Stefan Kühne leitet übergangsweise die Kantonspolizei St. Gallen. (Archivbild)
Stefan Kühne leitet übergangsweise die Kantonspolizei St. Gallen. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Die Regierung ernannte Stefan Kühne ab 1. Juli als Kommandant ad interim der Kantonspolizei St.Gallen, wie das Sicherheits- und Justizdepartement am Mittwoch in einer Mitteilung schrieb. Bis eine neue Kommandantin oder ein neuer Kommandant gefunden ist, wird der 51-jährige Jurist zusammen mit der Geschäftsleitung die Führung der Polizei übernehmen.

Kühne leitet gemäss Communiqué seit 2015 die St. Galler Kriminalpolizei und ist damit Mitglied der Geschäftsleitung. Seit 2019 ist er einer der beiden Stellvertretenden der Amtsleitung.

Die Stelle als Kommandantin respektive als Kommandant wurde vor wenigen Tagen öffentlich ausgeschrieben. Ziel sei ein Stellenantritt Anfang 2027, heisst es vom Sicherheits- und Justizdepartement.

Barbara Reifler hatte im März überraschend ihren Rücktritt als Polizeikommandantin auf Ende Juni hin angekündigt. «Nach reiflicher Überlegung mache ich diesen Schritt, weil aus meiner Sicht zentrale Rahmenbedingungen fehlen für eine nachhaltige und wirksame Ausübung des Amtes», erklärte sie damals auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

In der Sommersession von letzter Woche reichte die SP-Grüne-GLP-Fraktion einen Vorstoss mit kritischen Fragen zur Personalsituation in der Polizeileitung ein. Nach dem Abgang von zwei Polizeioffizieren sowie der Kommandantin seien die offenen Stellen noch nicht wieder besetzt worden. Wegen des Versäumnisses, die Führungspositionen rasch auszuschreiben, könnten sich «lang andauernde Vakanzen abzeichnen», schrieb die Fraktion. Die Regierung hat dazu noch nicht Stellung genommen.

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