Stadt St. Gallen lanciert Aktion «100in100» für neue Heizungen

    In der Stadt St. Gallen ist wie zuvor in Uzwil und Diepoldsau die Aktion «100in100» gestartet. Das Projekt funktioniert wie eine Wette: Gelingt es in 100 Tagen 100 Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer zu einem Wechsel auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien zu überzeugen?

    In 100 Tagen 100 neue Heizungen mit Wärmepumpen. So lautet das Ziel einer Aktion, die am 2. März in der Stadt St. Gallen startet. (Archivbild)
    In 100 Tagen 100 neue Heizungen mit Wärmepumpen. So lautet das Ziel einer Aktion, die am 2. März in der Stadt St. Gallen startet. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/THOMAS BANNEYER

    Das Konzept für die Aktion stammt von der gemeinnützigen Genossenschaft «42hacks» mit Sitz in Trogen AR. Das erste Projekt startete in Uzwil. Dort konnte die Zahl der Wärmepumpen als Ersatz für Öl- und Gasheizungen vervierfacht werden. Seit Februar läuft die Wette auch in Diepoldsau.

    In der Stadt St. Gallen sind Anmeldungen ab dem 2. März möglich. Mit dem Projekt solle die Umstellung auf erneuerbare Energien beschleunigt werden, teilte die Stadt am Donnerstag mit.

    Mitmachen könnten Besitzerinnen und Besitzer von Einfamilienhäusern, die ihre Öl- oder Gasheizungen durch eine Wärmepumpe ersetzen wollten, allenfalls in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Ausgeschlossen sind Liegenschaften im Gebiet der Fernwärmeversorgung.

    Das Projekt startet jeweils mit der Information der Eigentümerinnen und Eigentümer – etwa durch Beratungsgespräche bei Hausbesuchen. Offeriert wird ein kostenloses Sanierungskonzept, ausgearbeitet von Fachleuten, die von der Energieagentur St. Gallen geschult wurden.

    Das zentrale Angebot von «100in100» ist aber die Übernahme der ganzen Bürokratie, die beim Ersatz einer Heizung anfällt. Die Genossenschaft «42hacks» arbeitet eng mit dem lokalen Gewerbe zusammen und koordiniert die Arbeiten. Angekündigt werden bis zu 20 Prozent tiefere Preise. Günstiger werden die Heizungen unter anderem durch Mengenrabatte, weil eine grössere Anzahl an Wärmepumpen bestellt werden.

    Weil die Installateure viel weniger administrativen Aufwand hätten, müssten sie dafür weniger berechnen, hiess es von «42hacks» auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Im ganzen Kanton will die Genossenschaft in diesem Jahr drei bis fünf neue Projekte starten.

    Kommentare

    User #3661 (nicht angemeldet)

    Das endet so wie in Dunkelland, in einem Fiasko.

    User #4505 (nicht angemeldet)

    In der Ostschweiz braucht man besonders eine gut funktionierende Heizung:-)

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