Stadt Schaffhausen macht trotz Steuereinbruch ein Plus

Die Stadt Schaffhausen hat die Rechnung 2025 mit einem Plus von 10,4 Millionen Franken abgeschlossen – und dies trotz eingebrochener Steuererträge.

Die Stadt Schaffhausen erleidet einen deutlichen Einbruch bei den Unternehmenssteuern. Die Unternehmen haben sich zu einem «Klumpenrisiko» entwickelt. (Archivbild)
Die Stadt Schaffhausen erleidet einen deutlichen Einbruch bei den Unternehmenssteuern. Die Unternehmen haben sich zu einem «Klumpenrisiko» entwickelt. (Archivbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Verantwortlich für die wegbrechenden Steuererträge sind die Unternehmen: Nachdem deren Beitrag an den städtischen Haushalt jahrelang gestiegen war, ist er nun um 24 Prozent eingebrochen, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

Sie blieben fast 10 Millionen Franken unter den Erwartungen. Die natürlichen Personen lieferten etwas mehr in die Stadtkasse ab als budgetiert. Das Plus von rund 10 Millionen erreichte die Stadt nur deshalb, weil beim Personal und Sachaufwand gespart wurde.

Die Stadtregierung sieht in den Unternehmenssteuern «ein erhebliches Klumpenrisiko», weil nur wenige internationale Grossunternehmen einen Grossteil des Steuersubstrates leisten.

Die wirtschaftliche Grosswetterlage werde nicht immer so freundlich bleiben wie jetzt, schreibt die Stadt. Man müsse sich ernsthaft auf die Situation einstellen, dass der Gürtel auch wieder enger geschnallt werden müsse, vor allem angesichts der weltweiten politischen Lage.

Vor allem bei wiederkehrenden Ausgaben und Steuersenkungen sei deshalb eine «angemessene Zurückhaltung» angebracht. Der Stadtrat will nun für das Budget 2027 eine Lagebeurteilung vornehmen. Die Stadt senkte den Steuerfuss für das laufende Jahr um 3 Prozent.

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