Stadt Bern ist Schritt näher am Erwerb des Monbijou-Areals von EWB
Die Stadt Bern ist einen Schritt näher am Erwerb des Monbijou-Areals der Energieversorgerin EWB. Der Stadtrat hat dem Stimmvolk am Donnerstag einen Verpflichtungskredit zur Annahme empfohlen.

Kritisch wurde in der Debatte vor allem der Kaufpreis beurteilt. Dieser sei zu hoch. Ebenso wurde moniert, dass die Stadt noch gar nicht weiss, was sie mit dem Areal dereinst anstellen will.
Die Nutzungsszenarien würden in einem nächsten Schritt evaluiert, versicherte die zuständige Gemeinderätin Melanie Mettler (GLP). Der Kaufpreis sei zudem «eben gerade nicht ertragsmaximiert, sondern das Ergebnis ausgewogener Verhandlungen».
54 Mitglieder des Stadtparlaments stimmten für den Kauf des Areals und den damit verbundenen Kredit von rund 63 Millionen Franken. 10 waren dagegen, 4 enthielten sich ihrer Stimme. Die Stimmberechtigten werden voraussichtlich im Juni über den Kredit befinden können.
Bei besagtem Areal handelt sich um zwei Grundstücke mit mehreren Liegenschaften an der Monbijou- und der Sulgeneckstrasse. 86 Prozent der Nutzfläche von fast 10'000 Quadratmetern werden heute als Bürofläche genutzt, 14 Prozent als Wohnfläche.
Die Stadt möchte das Monbijou-Areal von der EWB infolge deren geplanten Wegzugs übernehmen. Die Stadt verfügt über ein Vorverkaufsrecht bei Grundstücken, die EWB nicht mehr für den Betrieb benötigt.






