Sozialdienst plant Aufenthaltsplatz für Asylsuchende in Lenzburg AG
Der Kanton Aargau will die geschlossene Asylunterkunft in Lenzburg vorerst nicht wieder in Betrieb nehmen. Als Vorbereitung für eine allfällige Wiedereröffnung hat der Kantonale Sozialdienst (KSD) ein Baugesuch für einen Aussenaufenthaltsplatz eingereicht.

Der Kanton hatte die unterirdische Unterkunft Lenzburg aufgrund der Notlage im Aargau im Dezember 2023 für 150 Personen eröffnet. Bereits im Dezember 2024 schloss er diese Notunterkunft in der Geschützten Sanitätsstelle wieder. Grund waren die Bauarbeiten für das neue Weiterbildungszentrum der Berufsschule.
Mit dem Auslaufen der befristeten Verordnung über die Bewältigung sozialer Notstände betreffend schutzsuchende Personen im Januar 2025 fiel das vereinfachte und verkürzte Baubewilligungsverfahren für Aussenaufenthaltsräume bei Notunterkünften weg, wie der KSD schreibt.
Weiterhin hohe Auslastung
Daher muss die Behörde mehr Vorlaufzeit für die Eröffnung von Notunterkünften einplanen. Dazu gehört, dass der KSB die Baugesuche frühzeitig eingeben muss, ohne dass eine Eröffnung absehbar ist.
Falls die Notunterkunft Lenzburg wieder in Betrieb geht, würde der Platz als oberirdische Aufenthaltsmöglichkeit für die Asylsuchenden dienen und «so zu einem ruhigen Betrieb beitragen», wie es im Communiqué heisst.
Der Aargau befindet sich im Asylbereich seit dem 11. Januar 2023 in einer Notlage gemäss kantonalem Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz. Per 1. Oktober 2026 lebten 9982 Personen aus dem Asylbereich im Kanton. Die Familien- und Männerunterkünfte sind gemäss KSD zu 90 beziehungsweise 95 Prozent ausgelastet. Die acht unterirdischen Notunterkünfte mit total 1140 Plätzen sind aktuell zu 55 Prozent belegt.






