Sofortmassnahmen für Glarner Kantonsgefängnis bewilligt
Das Glarner Kantonsgefängnis muss sicherheitstechnisch nachgerüstet werden. Der Regierungsrat hat mit zwei Nachtragskrediten auf verschiedene Mängel reagiert. Die Einrichtung entspricht nicht mehr den rechtlichen Vorgaben.

Aktuelle Gutachten und Berichte der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter belegten, dass der Zustand des Gefängnisses nicht mehr den rechtlichen Standards entspreche, teilte die Glarner Staatskanzlei am Donnerstag mit.
Deshalb werden nun dringend bauliche Massnahmen umgesetzt. Konkret wird die Brandmeldeanlage ausgebaut. Die bisherigen Brandmelder in den Zellen hätten den Alarm nicht an die Zentrale weitergeleitet. Zudem könnten sie von Inhaftierten manipuliert werden. Für 28'000 Franken werden nun «sabotagesichere Geräte» installiert.
Weiter können für 62'000 Franken zwei neue Sicherheits-Zellentüren angeschafft werden. Bei den Zellen verfügen aktuell 12 von 13 Türen weder über geeignete Sichtfenster noch über einen sicherheitskonformen Schliessmechanismus. Dies habe in der Vergangenheit bereits zu gefährlichen Angriffen auf das Betreuungspersonal geführt.
Parallel zu diesen Sofortmassnahmen werde «weiterhin mit Hochdruck an der langfristigen Lösung für das Glarner Kantonsgefängnis gearbeitet», heisst es in der Mitteilung. Dazu gebe es einen Auftrag des Landrats vom 22. November 2023.






