Liebe

    Alex Capus erzählt in «Querfeldein» von Liebe und Grenzgängen

    Keystone-SDA
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    Schaffhauserland,

    In der Geschichte des Schmugglers Hermann Weber, die zu Beginn der NS-Herrschaft in Deutschland spielt, verschmelzen wahre Begebenheiten und Fiktion nahtlos miteinander. Der Schweizer Schriftsteller Alex Capus bleibt im Roman «Querfeldein» seinem Stil treu.

    Der Schriftsteller Alex Capus erzählt auch in seinem neusten Roman vom Schicksal gewöhnlicher Menschen in Zeiten politischer Umbrüche.
    Der Schriftsteller Alex Capus erzählt auch in seinem neusten Roman vom Schicksal gewöhnlicher Menschen in Zeiten politischer Umbrüche. - Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

    Im Zentrum des Romans stehen zwei Liebesgeschichten: In einem Schweizer Dorf direkt an der Grenze zu Deutschland betreibt vor hundert Jahren ein Wirt namens Arnold einen Gasthof ganz in der Nähe des Zolls. Eines Tages heiratet er Betty und bekommt mit ihr mehrere Kinder. Während die Geschwister ihren eigenen Weg gehen, bleibt die älteste Tochter Clara bei den Eltern. Dort begegnet sie Hermann, in den sie sich unsterblich verliebt.

    Die Figuren in «Querfeldein» verbindet ein tiefes Fernweh. Immer wieder zieht es sie hinaus in die Welt, doch am Ende finden sie eine Heimat – sei es ein bestimmter Ort oder ein geliebter Mensch. Als Hermann eines Tages von SS-Leuten verschleppt wird, stellt sich das ganze Dorf gegen die Übermacht des nationalsozialistischen Deutschlands.

    Capus erzählt auch in seinem neusten Roman vom Schicksal gewöhnlicher Menschen in Zeiten politischer Umbrüche. Aus vielen scheinbar kleinen Geschichten über verschiedene Aussenseiter im Dorf, die am Ende alle zu Helden werden, wird ein grosses Ganzes.

    Die Grenze ist dabei mehr als nur ein Schauplatz. Capus schildert die Schmuggelwege durch den Wald, über die Waren wie Käse, Zucker, Schokolade, Kaffee und Tabak in den Norden gelangten und Öl, Salz, Nägel und Schrauben in den Süden. Doch die Bedeutung der Grenze reicht weiter: Sie steht auch für die menschliche Erfahrung, dass es manchmal Mut braucht, unbekannte Wege zu gehen. «Querfeldein» ist eine Geschichte über Menschen, die Grenzen überschreiten müssen, um ihren Platz in der Welt zu finden.

    Wahr ist, dass der Gasthof zur Moskau tatsächlich existierte; das Gebäude steht noch heute. Auch Hermann Weber gab es wirklich. Wo seine Quellen enden, macht Capus die Grenzen des Wissens sichtbar. Am Schluss wechselt er als Erzähler in die Ich-Form und dichtet das Ende der Geschichte so, wie er glaubt, dass es gewesen sein muss – und wie es vielleicht auch schöner nicht hätte sein können.*

    *Dieser Text von Young-Sim Song, Keystone-SDA, wurde mithilfe der Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung realisiert.

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    Kommentare

    User #2306 (nicht angemeldet)

    Wo gibt es das Buch zu kaufen😂

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    srf
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    SVP-Chef
    Rémy Wyssmann
    62 Interaktionen
    Nach Amaudruz

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