Rapperswil-Jona SG will weniger Öl- und Gasheizungen
Rapperswil-Jona will sich an der Aktion «100in100» beteiligen. Das Konzept der Genossenschaft «42hacks» funktioniert wie eine Wette: In 100 Tagen sollen 100 Öl- oder Gasfeuerungen ersetzt werden. Dafür gibt es kostenlose Beratung sowie einen städtischen Beitrag.

Rund 1300 Einfamilienhäuser würden noch mit Öl oder Gas beheizt, teilte die Stadt am Montag mit. Um dies zu ändern, beteiligt sich Rapperswil-Jona am Projekt «100in100». Start ist am 2. November.
Zu den Angeboten des Programms gehöre eine kostenlose Beratung zu Hause bei den Eigentümerinnen und Eigentümern. Eine Fachperson prüfe die Voraussetzungen für eine Wärmepumpe oder Solaranlage und arbeite eine Offerte aus.
Anschliessend beurteile ein Energieberater die Liegenschaft als Ganzes und entwickle ein Gebäudekonzept. Dieses werde vom Kanton St. Gallen gefördert und sei für die Teilnehmenden kostenlos. Es liege aber bei den Eigentümerinnen und Eigentümern zu entscheiden, «ob und wann sie ihre Heizung ersetzen möchten», heisst es in der Mitteilung.
Die Stadt Rapperswil-Jona unterstütze das Projekt «100in100» aus dem kommunalen Förderprogramm «mit 1000 Franken pro ersetzter Öl- oder Gasheizung». Mit der Aktion solle der Zugang zu einer fachlichen Beratung erleichtert und der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme unterstützt werden.
Start war in Uzwil
Die Idee für «100in100» stammt vom Unternehmen «42hacks» mit Sitz in Trogen AR. Die Genossenschaft ist im Kanton St. Gallen auch an der Mobilitätsallianz beteiligt, bei der Berufspendler in grösseren Firmen mit neuen Angeboten zum Umstieg auf den ÖV oder auf das Velo bewegt werden. Dazu waren bisher 1600 Angestellte von Unternehmen wie Bühler, SFS oder Leica bereit, wie eine Auswertung des Kantons anfangs September zeigte.
Uzwil war die erste Gemeinde im Kanton, die bei «100in100» mitmachte. Es folgten in diesem Frühjahr etwa Diepoldsau oder die Stadt St. Gallen. Das zentrale Angebot ist die Übernahme der ganzen Bürokratie, die beim Ersatz einer Heizung anfällt. Dabei soll eng mit dem lokalen Gewerbe zusammengearbeitet werden. Angekündigt werden jeweils auch tiefere Preise wegen des gemeinsamen Einkaufs von neuen Heizungen.






