Besetztes Areal im Basler Klybeck ist komplett von Polizei umstellt
Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat am Mittwochmorgen mit der Räumung einer besetzten Liegenschaft im Klybeck-Quartier begonnen. Das Gebiet ist komplett mit Kastenwagen umstellt, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtete.

Was auf dem von der Polizei abgeschirmten Areal geschieht, ist von aussen nicht zu sehen. Teilweise sind mutmassliche Besetzerinnen und Besetzer auf dem Dach des Gebäudes sichtbar, wie der Reporter weiter feststellte. Zudem ist eine Drohne im Einsatz.
Die betroffene Liegenschaft befindet sich an der Klybeckstrasse 229. Der Verkehr im betroffenen Bereich ist gesperrt und es wird eine weiträumige Umfahrung empfohlen, wie die Polizei auf ihrem Whatsapp-Kanal mitteilte.
Die Klybeckstrasse ist zwischen der Kleinhüningerstrasse und der Dreirosenbrücke für den Individualverkehr geschlossen, ebenso die Gärtnerstrasse zwischen der Holderstrasse und der Mauerstrasse. Der Trambetrieb ist nicht nicht betroffen, wie es weiter hiess.
Wie lange der Einsatz dauern wird, ist laut dem Communiqué noch nicht bekannt. Die Polizei hat im Verlauf des Tages weitere Informationen in Aussicht bestellt.
Das Areal wurde Ende Mai von Linksautonomen besetzt. Unter dem Namen Zack (Zone Autonome Culturelle Klybeck) hatten sie dort ein selbstverwaltetes Kulturzentrum ausgerufen.
Die besetzen Gebäuden K102, K104 und K106 im Besitz des Versicherungskonzerns Swiss Life wurden vorher zwischengenutzt. Dazu gehörte der ehemalige Musikclub Humbug. Swiss Life hatte den Zwischennutzungsvertrag mit Humbug nicht verlängert. Der Club musste das Areal Ende 2025 verlassen, ebenso andere Zwischennutzungen, darunter eine Padelhalle sowie mehrere kleine Firmen, Vereine und Ateliers.
Mit dem Transformationsprojekt «Klybeck plus» wollen die Grundeigentümer Swiss Life und Rhystadt ein 30 Hektar grosses Stadtquartier auf den ehemaligen Klybeck-Industrieparzellen schaffen. Vorgesehen sind Wohnungen für 8500 Menschen und Raum für 7500 Arbeitsplätze.
Swiss Life will die betroffenen Gebäude an der Klybeckstrasse 229 bis Ende 2027 in Etappen abreissen. Die entsprechenden Rückbaugesuche sind gemäss Angaben des Unternehmens beim Kanton eingereicht worden.






