Ostschweizer Unternehmen spüren die Auswirkungen des Iran-Kriegs

Die Sperrung der Strasse von Hormus hat konkrete Auswirkungen auf Unternehmen in der Ostschweiz. Neun von zehn Firmen berichten von negativen Effekten. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage der IHK St. Gallen-Appenzell und der IHK Thurgau.

Die Sperrung der Strasse von Hormus wegen des Iran-Kriegs wirkt sich auch auf Ostschweizer Unternehmen aus. (Archivbild)
Die Sperrung der Strasse von Hormus wegen des Iran-Kriegs wirkt sich auch auf Ostschweizer Unternehmen aus. (Archivbild) - KEYSTONE/AP ISNA/AMIRHOSEIN KHORGOOI

Die Auswirkungen zeigen sich bei einer ganzen Reihe von Produkten: Baufolien, Selbstklebematerialien, Kunststoffgranulate, Belagmischgut, Schmiermittel, Aluminiumteile oder Kühlmittelzusätze, wird in der Medienmitteilung vom Dienstag der beiden Ostschweizer Industrie- und Handelskammern aufgezählt.

In einer Umfrage hätten knapp 57 Prozent der Betriebe berichtet, selbst negativ vom Iran-Krieg betroffen zu sein. 4 Prozent sehen positive Auswirkungen, knapp 40 Prozent gaben an, sie seien nicht tangiert. Besonders exponiert sind Industrie- und Grosshandelsunternehmen.

Zu schaffen machen den Firmen vor allem höhere Energie- und Treibstoffkosten sowie gestiegene Transport- und Logistikausgaben. Rund die Hälfte ist mit Verzögerungen in den Lieferketten konfrontiert.

Auch bei der Nachfrage wird von negativen Effekten berichtet. Konkret geht es dabei um eine erhöhte Unsicherheit, eine schwächere Exportnachfrage sowie eine tiefere allgemeine Investitionstätigkeit. Insgesamt seien die Aussichten gedämpft, heisst es in der Mitteilung.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat bereits mit Preisanpassungen reagiert oder zieht diesen Schritt in Betracht. Zudem wurden bereits zahlreiche Massnahmen entlang der Lieferketten ergriffen oder sind geplant: Dazu zählen höhere Lagerbestände, die Prüfung alternativer Lieferanten, eine intensivere Kommunikation mit Kunden und Lieferanten sowie Anpassungen bei Transportwegen oder Logistikpartnern.

«Mehr als jedes fünfte betroffene Unternehmen plant zudem, Investitionen zu verschieben», lautet ein weiteres Ergebnis der IHK-Umfrage. Entscheidend sei nun die Dauer des Konflikts. So erwarten weitere 30 Prozent erhebliche Störungen bis im Herbst, sollte bis dann keine Normalisierung oder Stabilisierung der Lage eintreten und vor allem die Strasse von Hormus blockiert bleiben.

Kommentare

User #6968 (nicht angemeldet)

Ist der Bratwurst Verkauf rückläufig ?

User #2084 (nicht angemeldet)

Zum Glück bleiben wir in der Westschweiz davon verschont.

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sdf
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