Okaside (SVP): «Meine Generation braucht Schweizer Neutralität»
Die Neutralität sei kein Auslaufmodell, schreibt SVP-Vizepräsident Bern Angel Okaside im Gastbeitrag. Er plädiert für ein Ja zur Neutralitätsinitiative.

Uns Jungen wird gesagt, die Neutralität sei ein Auslaufmodell. Wer Verantwortung übernehmen wolle, müsse Sanktionen mittragen und Partei ergreifen.
Ich halte das für einen gefährlichen Irrtum. Meine Generation hat am meisten zu verlieren, wenn die Schweiz ihre Neutralität aufgibt.
Wir werden am längsten mit den Folgen leben. Und im Ernstfall wären es junge Menschen, die den Preis der schleichenden Annäherung bezahlen müssten.

Neutralität bedeutet nicht, wegzuschauen. Sie bedeutet, mit allen reden zu können, humanitäre Hilfe zu leisten und das eigene Land zu verteidigen.
Wer sich einem Machtblock unterwirft, gewinnt keine Unabhängigkeit, sondern gibt sie ab.
Die Neutralitäts-Initiative schafft Klarheit: immerwährend und bewaffnet, kein Beitritt zu einem Militärbündnis und Schutz unserer Guten Dienste.
Ich will keine Schweiz, die fremden Mächten folgt. Ich will eine Schweiz, die selbst entscheidet. Deshalb stimme ich Ja.
Zum Autor
Angel Okaside (*2003) ist in Thun geboren und aufgewachsen. Der Sohn eines nigerianischen Einwanderers und einer Schweizerin ist Offizier der Schweizer Armee, Fachmann Gesundheit EFZ, Vizepräsident der SVP Kanton Bern, Mitarbeiter bei Pro Schweiz und Mitglied des Jugendkomitees zur Neutralitätsinitiative.








