Neun Gläubige der An'Nur-Moschee kommen vor Gericht

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    Winterthur Stadt,

    Die mittlerweile geschlossene An'Nur-Moschee in Winterthur beschäftigt weiter die Gerichte: Anfang Oktober müssen sich neun Männer vor dem Winterthurer Bezirksgericht verantworten, weil sie zwei Glaubensbrüder angegriffen haben sollen. Die Angreifer waren überzeugt, dass die Opfer Informationen an Journalisten weitergegeben hatten.

    Bezirksgericht Winterthur
    Bezirksgericht Winterthur. (Archivbild) - keystone

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    Die Beschuldigten sollen am 22. November 2016 in der An'Nur-Moschee zwei Gläubige angegriffen, geschlagen, mit dem Tod bedroht und eingesperrt haben. Auslöser war offenbar der Verdacht, dass diese beiden Gläubigen Journalisten mit Informationen versorgten.

    Am 1. Oktober müssen sich die neun Männer nun vor Gericht verantworten. Weil es neun Beschuldigte sind, rechnet das Bezirksgericht mit einer Prozessdauer von bis zu fünf Tagen.

    Imam verurteilt

    Bei den Informationen, welche die Opfer weitergegeben haben sollen, ging es um eine Predigt, in der ein äthiopischer Imam zu Gewalt an schlechten Muslimen aufgerufen haben soll. Der 25-jährige Imam wurde im November 2017 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt und für 10 Jahre des Landes verwiesen.

    Der Mann ist allerdings noch immer in der Schweiz. Wie es auf Anfrage bei der Sicherheitsdirektion hiess, sitzt der Mann am Zürcher Flughafen in Ausschaffungshaft, wo seine Rückführung nach Äthiopien vorbereitet wird.

    Die An'Nur-Moschee im Winterthurer Stadtteil Hegi geriet im Zusammenhang mit Dschihad-Reisenden mehrfach in die Schlagzeilen. Mehrere Jugendliche aus deren Umfeld sollen nach Syrien gereist und sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben.

    Die Vermieterin der Liegenschaft, in dem sich die Moschee befand, beendete deshalb das Mietverhältnis. Weil der Verein kein neues Lokal fand, wurde er inzwischen aufgelöst.

    -Mitteilung der SDA (mis)

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