Neue Schadstoffmessungen auf Basler Klybeck-Areal noch dieses Jahr
Swiss Life und Rhystadt wollen noch im laufenden Semester mit Messungen beginnen, um die Quellen von Schadstoffen zu identifizieren, die das Basler Klybeck-Areal belasten. Dies teilten die beiden Arealentwickler am Donnerstag mit.

Bevor auf dem ehemals durch die Chemieindustrie genutzten Gebiet 8500 Menschen wohnen können, müssen die Altlasten aus der Chemieära beseitigt werden. Nun da man mit dem kürzlich vorgestellten Richtprojekt weiss, wie das Areal dereinst aussehen soll, werden weitere systematische Untersuchungen vorgenommen, wie es heisst.
Damit soll die genaue Lage von Schadstoff- und Belastungsquellen identifiziert und basierend darauf der Umgang damit geplant werden, wie die Unternehmen schreiben. Nach der Transformation sollen keine Gesundheits- und Umweltrisiken aus der chemisch-pharmazeutischen Produktion mehr bestehen.
Aktuelle Messresultate zeigen an mehreren Stellen Schadstoffkonzentrationen im Grundwasser, die über den Grenzwerten liegen, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Es handle sich dabei insbesondere um Stoffe wie Benzidin, 4-Aminobiphenyl und PFAS. Auch die Arsen-Werte seien erhöht. Eine unmittelbare Gefährdung für Menschen und Umwelt bestehe jedoch nicht, heisst es.
Rhystadt und Swiss Life wurden in den vergangenen Jahren immer wieder von den Ärztinnen und Ärzten für Umweltschutz (Aefu) kritisiert. Aus ihrer Sicht würden die Arealentwickler nicht in ausreichendem Umfang nach Schadstoffen suchen und die von den Aefu durchgeführte Messungen nicht beachten.






