Stadt Luzern

Luzerner Staatsanwaltschaft führt Untersuchung gegen Guido Graf

Keystone-SDA Regional
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Luzern,

Die Vorkommnisse im Verwaltungsrat des Luzerner Sozialversicherungszentrums WAS beschäftigen auch die Strafverfolgung. Die Staatsanwaltschaft führt gegen den früheren WAS-Präsidenten Guido Graf eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauchs.

Gegen den früheren Luzerner Mitte-Politiker Guido Graf ist eine Strafanzeige eingegangen. (Archivaufnahme)
Gegen den früheren Luzerner Mitte-Politiker Guido Graf ist eine Strafanzeige eingegangen. (Archivaufnahme) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigte am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass eine Anzeige gegen den einstigen Mitte-Regierungsrat eingegangen sei. Von wem die Anzeige stammt, gab Kopp nicht bekannt.

Die «Luzerner Zeitung» hatte am Dienstag berichtet, dass die Aufsichts- und Kontrollkommission (AKK) des Luzerner Kantonsrats eine Strafanzeige gegen Graf eingereicht habe. Die AKK reagierte bis am Dienstagmittag nicht auf eine entsprechende Mailanfrage von Keystone-SDA.

Wie die Staatskanzlei am Montag mitgeteilt hatte, trat Graf per sofort von seinem Posten als Verwaltungsratspräsident des WAS zurück. Er hatte diesen seit 2019, als das WAS seinen Betrieb aufnahm, inne. Graf war damals noch Regierungsrat und Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern.

Als Grund für den abrupten Rücktritt von Graf wurden unüberbrückbare Differenzen im Verwaltungsrat bezüglich der Führung genannt. Die Finanzkontrolle hatte aber bei einer Überprüfung auch festgestellt, dass möglicherweise strategische und operative Aufgaben vermischt wurden und Graf sich selbst Aufträge erteilt haben könnte.

Der Regierungsrat will mehr zu den Problemen im Verwaltungsrat des WAS wissen. Er gab deswegen eine externe und unabhängige Untersuchung in Auftrag, wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte.

Von den politischen Parteien reagierte bislang die SP auf die Vorkommnisse im WAS. Sie reichte eine dringliche Anfrage ein, um mehr zu dem konkreten Fall und zur Kontrolle von ausgelagerten Kantonsbetrieben wie dem WAS in Erfahrung zu bringen.

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