Stadt Luzern

Luzerner Kinderschutzgruppe meldet Zunahme der Misshandlungen

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Luzern,

Die Kinderschutzgruppe des Kinderspitals in Luzern hat 2025 deutlich mehr Fälle von Kindesmisshandlungen bearbeitet. In 107 von insgesamt 202 Fällen gilt eine Misshandlung gemäss Communiqué als gesichert. Mit einer Abnahme rechnet die Kinderschutzgruppe in den kommenden Jahren nicht.

Das Kinderspital Zentralschweiz gehört zum Luzerner Kantonsspital. (Archivbild)
Das Kinderspital Zentralschweiz gehört zum Luzerner Kantonsspital. (Archivbild) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Im Jahr 2025 verzeichnete die Kinderschutzgruppe die höchste Zahl an möglichen Kindesmisshandlungen oder -vernachlässigungen der vergangenen neun Jahre, heisst es in einem Communiqué des Kinderspitals Zentralschweiz (KidZ) vom Dienstag.

Während es in 107 Fällen sicher zu einer Misshandlung kam, liess sich der Verdacht 89 Mal weder eindeutig bestätigen noch ausschliessen. Je nach Situation unternimmt dann die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) weitere Abklärungen.

Den grössten Teil der registrierten Kindeswohlgefährdungen machen gemäss der Mitteilung psychische Misshandlungen und körperliche Gewalt aus. Die Kinderschutzgruppe bearbeitete 67 respektive 52 solcher Fälle. Bei den körperlichen Misshandlungen gab es sowohl Kinder mit leichten Verletzungen als auch solche, die lebensbedrohlich verletzt worden sind.

«Eine Entspannung der Situation zeichnet sich derzeit nicht ab», schrieb das Luzerner Kinderspital weiter. Die polizeilichen Gewaltschutzstatistiken wiesen seit 2020 auf eine Zunahme häuslicher Gewalt hin. Davon seien auch Kinder häufig betroffen.

Zudem beobachteten Fachpersonen seit mehreren Jahren eine steigende psychische Belastung bei Kindern und Jugendlichen. Für Familien bedeutet dies gemäss Communiqué oft zusätzliche Herausforderungen und zusätzlichen Druck.

Die Kinderschutzgruppe des KidZ verfügt über einen Leistungsauftrag des Kantons Luzern. Zu ihren Kernaufgaben gehören gemäss Mitteilung das Erkennen und die fachliche Beurteilung möglicher Kindeswohlgefährdungen sowie die Einleitung geeigneter Schutzmassnahmen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5705 (nicht angemeldet)

Ist klar das das nicht abnimmt. Die stressigen Eltern und Eltern die besser keine Kinder haben sollten sind restlos überfordert.

Weiterlesen

SRF Candinas Schnyder
176 Interaktionen
«Völlig falsch»
Beginenweg Tunnel SG
55 Interaktionen
Graffitis

MEHR AUS STADT LUZERN

Luzerner Polizei
1 Interaktionen
A2 bei Luzern
Kanton Luzern
FC Luzern Transfers
10 Interaktionen
Dickes Millionen-Plus
rinder
13 Interaktionen
Mehrere Delikte