Im Kanton Luzern arbeitet die Kantonsverwaltung ab 2026 im Vorort Emmenbrücke. Die Stimmberechtigten haben einen Kredit von 177,4 Millionen Franken für den Bau eines zentralen Verwaltungsgebäudes im Norden der Stadt gutgeheissen.
Gericht Luzern
Das Wappen des Kantons und der Stadt Luzern vor dem Bezirksgericht. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zustimmung fiel mit einem Ja-Anteil von 64,9 Prozent (116'302 zu 62'860 Stimmen) deutlich aus.

Die Stimmbeteiligung betrug 67,12 Prozent, wie die Staatskanzlei am Sonntag mitteilte.

Heute arbeitet die Kantonsverwaltung auf 30 Standorte verteilt. Viele der Büros befinden sich an bester Lage in der Stadt Luzern und werden nun an einen Standort zusammengezogen. Der Kanton will mit dem Zusammenzug jährlich 9 Millionen Franken Kosten sparen.

Das neungeschossige Verwaltungsgebäude wird für 1450 Angestellte geplant, es wird aber nur 930 Arbeitsplätze haben. Gearbeitet werden soll bereichsübergreifend, im Team und flexibel - und auch von zu Hause aus.

Der Regierungsrat und die Staatskanzlei machen den Umzug nur halb mit. Sie behalten ihren angestammten Arbeitsort in Luzern, wollen aber auch vom neuen Verwaltungsgebäude aus arbeiten. Schulen, Gerichte, Polizei sowie Spezialeinrichtungen behalten ihre bisherigen Arbeitsorte.

Im Gebäude wird es auch Wohnungen, Läden und Büros für Dritte geben, die das Verwaltungsgebäude quersubventionieren sollen. Realisiert wird der Bau von der Totalunternehmung Losinger Marazzi AG.

Das Verwaltungsgebäude wird auf dem vom Strassenverkehr geprägten Seetalplatz zwischen dem Luzerner Stadtteil Reussbühl und Emmenbrücke gebaut. Auf dem Platz und in der näheren Umgebung sind weitere Neubauten geplant. Sie sollen dereinst das neue Quartier Luzern Nord bilden.

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