Luzerner Kantonsrat steht hinter Bucherer-Stiftung
Die kurz nach der Schaffung in die Krise geratene Jörg G. Bucherer-Stiftung geniesst den Rückhalt des Luzerner Kantonsrats. Dies hat am Montag die Diskussion zu einer Anfrage von Irina Studhalter (Grüne) gezeigt.

Die Jörg G. Bucherer-Stiftung betreut den Nachlass des 2023 verstorbenen Luzerner Uhren- und Schmuckhändlers Jörg G. Bucherer. In der Stiftung kam es früh zu Unstimmigkeiten, sodass die Eidgenössische Stiftungsaufsicht eingreifen musste.
Kantonsrätin Studhalter steht der Stiftung kritisch gegenüber. «Geld ist Macht», sagte sie im Parlament. Die Stiftung verfüge über ein «immenses» Budget und könne darüber ohne demokratische Legitimation verfügen.
ETH-Ansiedlung ermöglicht
Die Bucherer-Stiftung unterstützte bislang die Ansiedlung des ETH-Erdbeobachtungszentrums Swiss Geolab in Root. Auch der Kanton Luzern beteiligte sich finanziell an dem Projekt, das kürzlich eröffnet worden ist. Studhalter störte sich daran, dass die Vereinbarung zur Zusammenarbeit nicht öffentlich ist.
Die bürgerlichen Fraktionen begrüssten dagegen, dass die Stiftung dazu beitrug, dass die ETH im Kanton Luzern Fuss fassen konnte, wie Thomas Alois Hodel (SVP) sagte.
Christian Meister (Mitte) konnte die Haltung von Studhalter nicht verstehen. Die Mitte hoffe, dass die Stiftung weitere Leuchtturmprojekte im Kanton Luzern ermögliche, sagte er.
Kritik kam auch von der SP. Simone Brunner (SP) bezeichnete die bürgerlichen Voten als «Ansiedlungsphantasien». Die Stiftung habe dank ihres Vermögens die Macht, ohne demokratische Abstützung gesellschaftliche Prioritäten zu setzen.
Für Sarah Arnold (FDP) ist die Bucherer-Stiftung dagegen ein «Glücksfall» für den Kanton Luzern. Es gehe um Privatvermögen, auf das kein Anspruch bestehe, sagte sie den Kritikerinnen. Arnold zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die Stiftung ihre Krise überwinden werde.






