Luzerner Fachstelle für Pädosexualität leistete in 18 Fällen Hilfe
An die Luzerner Präventionsstelle Pädosexualität haben sich seit ihrem Aufbau im Februar vor einem Jahr 18 Personen gewandt. Sie suchten sich Hilfe im Umgang mit ihrer pädophilen Neigung.

Das Durchschnittsalter der Personen lag bei 39 Jahren, die Altersspanne zwischen 21 und 70 Jahren, wie die Luzerner Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. 14 der Personen stammen aus dem Kanton Luzern, vier aus umliegenden Kantonen. Überdies beriet die Fachstelle, welche von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich im öffentlichen Auftrag betrieben wird, zwei Fachpersonen aus dem Kanton Luzern. Anfragen durch Angehörige gab es bisher nicht.
Die Zahlen entsprechen den Erwartungen des Kantons, hiess es in der Mitteilung weiter. Mit dem ersten Jahr der Präventionsstelle sei der Kanton «zufrieden». Für das laufende Jahr sei erneut eine Sensibilisierungskampagne geplant.
Wer im Kanton wohnhaft ist, kann das Angebot kostenlos nutzen. Es ist anonym und gemäss Mitteilung «breit gefächert». So beinhaltet es Beratungen, Diagnostik und eine Risikoeinschätzung sowie ein Behandlungs- und Therapieangebot.
Das Angebot soll dem Schutz von Kindern und Jugendlichen dienen und Personen mit pädophilen Neigungen helfen, nicht straffällig zu werden. Personen, gegen die bereits ein Strafverfahren wegen pädosexueller Straftaten läuft oder die aufgrund solcher Delikte eine Strafe verbüssen, können das therapeutische Angebot nicht in Anspruch nehmen.
Die Leiterin der Präventionsstelle, Fanny de Tribolet, sagte anlässlich der Lancierung, eine pädophile Neigung sei «Schicksal, nicht Wahl». Dennoch seien die Betroffenen in der Verantwortung so zu handeln, dass sie niemanden schädigen.






