Lösung für jüdische und muslimische Gräber auf Freiburger Friedhof

Keystone-SDA Regional
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Fribourg,

Auf der Basis eines neuen Friedhofsreglements haben die Stadt Freiburg sowie die jüdische und die muslimische Gemeinde für den Friedhof St. Leonhard neue Vereinbarungen getroffen. Sie regeln die langfristige Nutzung der jeweiligen Grabfelder. Möglich werden neu Grossgräber und eine dauerhafte Bestattung.

Die dauerhafte Nutzung der bestehenden Grabstätten im jüdischen Bereich des Freiburger Friedhofs Sankt Leonhard ist gewährleistet. (Symbolbild)
Die dauerhafte Nutzung der bestehenden Grabstätten im jüdischen Bereich des Freiburger Friedhofs Sankt Leonhard ist gewährleistet. (Symbolbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA

Die Grossgräber können in einem klar definierten Sektor mehr als acht Leichname aufnehmen. Auch ein dauerhaftes Ruherecht war laut Mitteilung der Stadt vom Dienstag ein Bedürfnis in verschiedenen Gemeinschaften.

Bei der Umsetzung der neuen kommunalen Friedhofsordnung berücksichtigt die Stadt Freiburg laut Mitteilung «den historischen Charakter des bestehenden jüdischen Friedhofsbereichs sowie die gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich der Bestattung. Damit schafft sie die Voraussetzungen für eine Gesellschaft der gegenseitigen Akzeptanz und gewährleistet die Aufnahme aller Menschen, unabhängig von ihrer Konfession.»

Auf den Friedhof gibt es seit 1912 einen jüdischen Bereich, der heute unter Denkmalschutz steht. Dieser «wird durch die neue Vereinbarung nicht in Frage gestellt», stellte die Stadt klar.

Das neue Friedhofsreglement hatte im Herbst 2024 in der jüdischen Gemeinde Besorgnis ausgelöst, dass die finanziellen Belastungen für die Aufrechterhaltung der Grabstätten ihr Budget bei weitem übersteigen könnten.

Die Stadt Freiburg erklärte, dass die dauerhafte Bestattung in den bestehenden Gräbern gewährleistet sei. Die Grabstätten würden der jüdischen Gemeinde des Kantons Freiburg unentgeltlich zur Verfügung gestellt, mit Ausnahme der Unterhaltskosten.

Der neue, zusätzliche Bereich, der für die Bestattung von Verstorbenen jüdischen Glaubens reserviert ist, unterliegt den für die anderen Bereiche des städtischen Friedhofs neu geltenden Vorschriften, insbesondere der Zahlung der für die Grabstätten anfallenden Gebühren.

Dieselben Vorschriften gelten für den neuen Bereich zur Bestattung von Verstorbenen muslimischen Glaubens. Die dauerhafte Bestattung ist dort ebenfalls gewährleistet, ebenso wie die Ausrichtung der Gräber von Nordosten nach Südwesten.

Die jüdische Gemeinde begrüsste am Dienstag in einer Mitteilung den «konstruktiven Kompromiss». Er sei eine pragmatische und respektvolle Lösung.

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Kommentare

User #4168 (nicht angemeldet)

ich bin für ein fröhliches durchmischen. von dreck zu dreck. alpha und omega. religion ist privatsache.

User #2347 (nicht angemeldet)

Ich darf hier meine Meinung nicht sagen, also lass ich es...

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