Letztes grosses Bauteil des Zürcher Entlastungsstollens entsteht
Beim Hochwasser-Entlastungsstollen Sihl-Zürichsee beginnen nun die Arbeiten am letzten grossen Bauteil, dem 90 Meter langen Auslaufkanal in den Zürichsee. Im ersten Quartal 2027 soll der Stollen dann betriebsbereit sein.

Derzeit klafft bei Thalwil eine grosse Lücke im Zürichsee: die trockengelegte, rund zwölf Meter tiefe Baugrube für den Auslaufkanal des Hochwasser-Entlastungskanals. Fast 13 Millionen Liter Zürichseewasser mussten dafür aus der für den Bau erstellten Stahkonstruktion gepumpt werden. Die Baudirektion rechnete um: Diese Wassermenge entspricht dem Volumen von rund fünf Olympia-Schwimmbecken.
Das Auslaufbauwerk sei das herausforderndste Teilprojekt des gesamten Entlastungsstollens, sagte Projektleiter Adrian Stucki an einer Baustellenbesichtigung vom Dienstag.
Regierungsrat und Baudirektor Martin Neukom (Grüne) bezog sich auf den Klimawandel: «Die Auswirkungen drehen sich in den allermeisten Fällen ums Wasser. Entweder wir haben zu wenig oder zu viel.» Gut, gebe es nun den Entlastungsstollen.
Das 175 Millionen Franken teure Bauprojekt soll bei Hochwasser Wasser aus der Sihl von Langnau am Albis in den Zürichsee bei Thalwil ableiten und so das Sihltal und die Stadt Zürich vor schweren Überschwemmungen sowie Schäden in Milliardenhöhe schützen.






