Kriens LU sagt Ja zur Teilüberdachung der Autobahn
Die A2 soll in der Stadt Kriens LU streckenweise im Untergrund verschwinden. Die Stimmberechtigten haben einer Teilüberdachung der A2 zugestimmt.

Wie die Stadt Kriens am Sonntag mitteilte, befürwortete eine Mehrheit von 78,7 Prozent (7163 zu 1936 Stimmen) den Krienser Beitrag von 25,6 Millionen Franken an das Projekt. Der Einwohnerrat hatte mit 25 zu 0 Stimmen bei 4 Enthaltungen ja gesagt.
Das Bauvorhaben, mit dem die Vorortsgemeinde im Süden von Luzern ruhiger und grüner werden soll, mobilisierte 47,2 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne.
Insgesamt kostet die geplante Teilüberdachung 186,5 Millionen Franken. 60 Prozent übernimmt der Bund, 26 Prozent der Kanton Luzern und Kriens 14 Prozent.
Nach dem Ja von Kriens werden am 29. November die Stimmberechtigten des Kantons Luzern über den kantonalen Beitrag in der Höhe von 48,5 Millionen Franken befinden.
Heute verläuft die A2 südlich des Sonnenbergtunnels offen mitten durch das Krienser Siedlungsgebiet. Mit zwei Überdachungen sollen die durch die Autobahn getrennten Quartiere verbunden und vom Lärm geschützt werden. Die neuen Flächen über der A2 sollen parkähnlich sowie für den Velo- und Fussverkehr gestaltet werden.
Konkret sieht das Projekt eine Einhausung der A2 im Gebiet Arsenal auf einer Länge von 250 bis 300 Meter vor. Zudem soll der Tunnel Schlund im Norden um 130 bis 150 Meter verlängert werden. Eine Realisierung des Vorhabens ist frühestens ab 2037 vorgesehen.
Eine dritte Überdachung wird es bei der Grosshofbrücke geben. Dieses Bauwerk ist aber nicht Teil dieser Vorlage, sondern des Bypass-Projekts.
Der Bypass ist eine geplante Autobahn, welche zwischen Emmenbrücke und Kriens die Stadt Luzern umfährt. Er war in Kriens auf Opposition gestossen und hatte die Diskussionen um die Autobahn und deren Einhausung ausgelöst.










