Kanton Uri will mehr Geld für Stipendien einsetzen
Die Urner Regierung will die Ausbildungsunterstützung stärken und dafür jährlich rund 230'000 Franken zusätzlich einsetzen. Künftig sollen auch vorläufig aufgenommene Personen Anspruch auf Ausbildungsbeiträge haben.

Mit der Revision der Stipendienverordnung sollen die Ausbildungsbeiträge wirksam bleiben und der faire Zugang zur Bildung gesichert werden, erklärte die Regierung am Dienstag an einem Mediencafé.
«Im Kanton Uri gehen immer weniger Stipendiengesuche ein», sagte Bildungsdirektor Georg Simmen (FDP). Ein Grund dafür sei, dass viele Studierende eine Fachhochschule besuchen und dadurch oft tiefere Ausbildungs- und Lebenshaltungskosten hätten. Zudem biete die Universität Luzern zahlreiche Studiengänge an, sodass viele Urnerinnen und Urner während des Studiums im Kanton wohnen bleiben könnten, erklärte der Regierungsrat.
Zusätzlich will der Regierungsrat das Stipendienreglement anpassen. Die Berechnung der Beiträge soll vereinfacht und die finanziellen Grundlagen «neu justiert» werden. Die Mehrkosten von rund 230'000 Franken pro Jahr sollen die Stipendiensumme wieder auf den Durchschnitt der Jahre 2022 und 2023 anheben, so die Regierung.
Die vorgeschlagenen Änderungen seien in der Vernehmlassung «grossmehrheitlich positiv» aufgenommen worden, hiess es weiter. Das Kantonsparlament wird über die Revision der Stipendienverordnung in der Session im September befinden.






