Stadt Luzern

    Stadt Luzern einigt sich mit Hinblick auf «Bypass» mit dem Kanton

    Keystone-SDA Regional
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    Luzern,

    Die Stadt Luzern zieht die Beschwerde gegen das Autobahnprojekt «Bypass» zurück, dafür treibt der Kanton die Erstellung von Busspuren rund um den Luzerner Bahnhof voran: Dies ist der Kern einer Vereinbarung, den Stadt- und Regierungsrat am Freitag unterschrieben haben.

    Der Bahnhofplatz ist eine Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs. (Archivaufnahme)
    Der Bahnhofplatz ist eine Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs. (Archivaufnahme) - KEYSTONE/URS FLUEELER

    Die Stadt und der Kanton hätten verhandelt und miteinander gerungen, um gemeinsam «die Weichen für die nächsten Jahrzehnte» zu stellen, wie der kantonale Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte) am Freitag vor den Medien sagte. Die Vereinbarung sieht eine Reihe von Sofortmassnahmen vor, die ab kommenden Dezember auf den Kantonsstrassen rund um den Bahnhof in zwei Etappen umgesetzt werden sollen. Sie sollen Busse beschleunigen, die Sicherheit für Velofahrende erhöhen und die Verkehrsflüsse entflechten.

    Auf den Strassen- und Schienenverkehr in der Stadt kommen grosse Veränderungen zu. Der Bund will den Durchgangsbahnhof bis 2045 realisieren. Parallel dazu steht das Projekt «Bypass» an: Ein 3,5 Kilometer langer Tunnel auf der Autobahn A2 zwischen Ibach und Kriens für den Transitverkehr, der heute die Autobahn zwischen Emmen und Luzern belastet. Gemäss der Projekt-Webseite des Bundesamts für Strassen, kann es den «Bypass» frühestens 2042 in Betrieb nehmen.

    Die Stadt Luzern hatte 2024 ihre Beschwerde gegen das Projekt ans Bundesverwaltungsgericht weitergezogen, weil sie gewisse Forderungen nicht als erfüllt sah. Inzwischen habe sie mit dem Bund Lösungen gefunden, sagte der städtische Umwelt- und Mobilitätsdirektor Marco Baumann (FDP). Mit der Vereinbarung mit dem Kanton gebe es nun die Garantie, dass auch die Forderung nach der Beschleunigung der Busse erfüllt wird. Das erwartete Verkehrsaufkommen könne Luzern nur stemmen, wenn es ab dem Baustart des" Bypasses" mehr Busspuren gibt, sagte Baumann. Die Busse müssten pünktlicher und zuverlässiger werden.

    In der ersten Etappe ab Ende 2026 gibt es deshalb Massnahmen in den Bereichen Signalisation, Markierung und Verkehrstechnik. Dies etwa an der Pilatusstrasse, aber auch am rechten Seeufer bei der Zürichstrasse.

    Ab 2027 kommen Massnahmen auf der Seebrücke hinzu, wo die Velospuren verschoben werden könnten, wie der stellvertretende Kantonsingenieur Christoph Kessler auf Nachfrage sagte. Diese Verkehrsversuche werden durch ein Monitoring begleitet. Die wirksamen Massnahmen will der Kanton schliesslich definitiv planen und umsetzen.

    Neue Durchmesserlinien für die Busse sind am Bahnhof seit Mai in Arbeit. Eine durchgehende Busspur von den Agglomerationsgemeinden Kriens bis Ebikon, wie sie in der städtischen Politik schon gefordert wurde, seien jedoch nicht praktikabel, erklärte Kessler.

    Die städtische Baudirektorin Korintha Bärtsch (Grüne) führte durch die längerfristigen Veränderungen am Bahnhof. Entstehen sollen neue Bushubs im Osten und Westen, der zentrale Bushub im Norden soll einem «grosszügigen Platz am See» mit direktem Zugang zum Tiefbahnhof weichen.

    Die Stadt will künftig 500 Autoparkplätze um den Bahnhof anbieten können. Der Rückbau des Parkhauses P1 ist vorgesehen, weswegen ein neuer Standort für 200 bis 250 Parkplätze gesucht werde.

    Schrittweise sollen neue Veloabstellplätze am Bahnhof entstehen. Wenn der Durchgangsbahnhof in Betrieb ist, soll es bis zu 8000 Abstellplätze geben – mehr als doppelt so viele wie heute. Auch ein Velotunnel unter den Gleisen hindurch sei in Planung.

    In der Stadt Luzern ist noch eine Initiative hängig, welche vom Stadtrat verlangt, sich weiterhin gegen den Bypass zu wehren. Am Freitag hat der Stadtrat bereits kommuniziert, dass er das Anliegen ablehnt und als wirkungslos ansieht. Die gleiche Initiative wurde auch in der Nachbargemeinde Emmen eingereicht. Der dortige Gemeinderat ist ebenfalls dagegen. Die ebenfalls betroffene Stadt Kriens hat ihre Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht im Mai nach einer Einigung über zusätzliche Überdachungen zurückgezogen.

    Parteien und Verbände reagierten am Freitagnachmittag auf den Rückzug der Beschwerde der Stadt Luzern. Die städtische FDP begrüsst diesen Schritt gemäss Communiqué. Der Touring Club Schweiz verlangte auch von den Verbänden, ihre Einsprachen zurückzuziehen und den Weg für den Bypass frei zu machen, wie es in einer Mitteilung hiess.

    Der Verkehrsclub Schweiz schrieb hingegen, die «Stop Bypass»-Initiative sei ein wichtiges Instrument, damit sich die Bevölkerung gegen das Projekt aussprechen kann. Die Grünen begrüssten die von Stadt und Kanton vereinbarten Massnahmen zur Beschleunigung der Busse, kritisieren aber den Rückzug der Beschwerde durch den Stadtrat. Er gebe damit «ein wichtiges strategisches Druckmittel leichtfertig aus der Hand».

    Kommentare

    User #4636 (nicht angemeldet)

    Baden baden hals geschaft unter der Stadt ein autotunel zu machen. Wiso nicht in Luzern unter dem See. Damit ist die seebrücke nur für fussgänger.

    User #4564 (nicht angemeldet)

    Jetzt mal ehrlich, das ist doch kein Problem. Die Stadt wird bis 2050 doppelt so viele Bürger haben. Und die aktuelle Bevölkerung hat klar gesagt, dass das erwünscht ist.

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    ikea
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    Preis aber höher!
    ewf
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