Kanton prüft drei Varianten zur Sicherung der Calancastrasse

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Die Calancastrasse wird immer wieder von Erdrutschen verschüttet. Der Kanton Graubünden prüft nun drei Varianten, um die Situation zu verbessern. Die teuerste Lösung ist dabei wohl der Bau eines Tunnels.

Auf der Calancastrasse zwischen Castaneda und Buseno kommt es immer wieder zu Erdrutschen. Hier im Bild die Folgen eines Erdrutsches im Dezember 2022.
Auf der Calancastrasse zwischen Castaneda und Buseno kommt es immer wieder zu Erdrutschen. Hier im Bild die Folgen eines Erdrutsches im Dezember 2022. - KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY

Die Kosten für die Verlegung der Strasse um einige Kilometer und den Bau eines Tunnels belaufen sich gemäss Kantonsingenieur Reto Knuchel auf rund 100 Millionen Franken.

Wie Knuchel gegenüber dem italienischsprachigen Radio und Fernsehen (RSI) festhält, werden neben dem Tunnel zwei weitere Varianten geprüft. Als eine mögliche Lösung nennt er, die Strasse auf die andere Talseite zu verlegen. So soll die Strasse nicht mehr entlang der instabilen Wand führen. Von dieser hatten sich in den letzten Jahren mehrere Felsbrocken gelöst.

Die dritte Variante sieht die Installation von Steinschlag-Schutznetzen und den Bau eines rund zehn Meter hohen Schutzwalls vor. «Wir erwarten geringere Kosten für diese beiden Alternativen, aber im Moment sind die Kosten noch nicht definiert», so Knuchel weiter.

Neben den geringeren Kosten könnten die oberirdischen Alternativen in kürzerer Zeit realisiert werden. Für den Tunnel dürften die Arbeiten gemäss Knuchel hingegen zehn Jahre dauern. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Es müsse auf die Ergebnisse der geologischen Untersuchungen für den Ort der Alternativroute gewartet werden.

Der Startschuss für das Projekt fiel vor zwei Jahren durch den Grossen Rat. 100 Ratsmitglieder hatten damals dem von Grossrätin Rosanna Spagnolatti (Mitte) eingereichten Auftrag zugestimmt, der den Bau von zwei künstlichen Galerien zur Sicherung der Kantonsstrasse forderte. Von Dezember 2022 bis Februar 2024 war die Strasse wegen Erdrutschen dreimal gesperrt worden.

In den darauffolgenden Monaten liess das Tiefbauamt instabiles Felsmaterial sprengen. Zudem wurde ein Überwachungssystem installiert, das es ermöglicht, Gefahren zu erkennen und die Strasse vorsorglich zu sperren.

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