Kanton plant Asylunterkunft in Kandersteg
Der Kanton Bern will in Kandersteg ab Anfang 2028 eine Asylunterkunft für maximal 200 Personen eröffnen. Die Unterkunft soll in der Regel mit höchstens 160 Bewohnenden belegt sein.

Betrieben wird die Unterkunft an der Äusseren Dorfstrasse durch den Verein Asyl Berner Oberland im Auftrag des Kantons Bern, wie dieser am Montag mitteilte. Der Mietvertrag läuft für zehn Jahre, mit Option zur Verlängerung.
Mit dem Projekt will der Kanton Bern einen «wichtigen Beitrag zur Unterbringung und Integration geflüchteter Menschen im Berner Oberland leisten». Am 24. April ist eine Information der Bevölkerung vorgesehen.
Das Vorhaben hat in der Gemeinde bereits zu reden gegeben. Gemeindepräsident und Mitte-Grossrat René Maeder zeigte sich in einer Interpellation besorgt. Das Vorhaben sei für Kandersteg zu gross. So viele zusätzliche Menschen im Dorf bedeuteten eine Belastung für Finanzen und Infrastrukur, etwa im Bereich der Schule.
Ausserdem reichte Maeder eine von weiteren Berner Oberländer Grossratsmitgliedern unterzeichnete Motion ein, die fordert, dass der Kanton bei so grossen Vorhaben vorgängig die Zustimmung der Gemeinden einholen muss. Zudem soll er sicherstellen, dass Gemeinden für nachweisbare Mehrkosten angemessen entschädigt werden. Der Regierungsrat hat dazu noch nicht Stellung genommen und auch der Grosse Rat wird über den Vorstoss noch zu befinden haben.






