Kanton Nidwalden rechnet 2027 wegen Gesundheitskosten mit Minus
Der Nidwaldner Regierungsrat hat für das Jahr 2027 ein Budget mit einem Defizit von 4,2 Millionen Franken vorgelegt. Als Hauptgründe für das negative Ergebnis gelten die steigenden Gesundheitskosten und höhere Zahlungen in den nationalen Finanzausgleich.

Bei einem Gesamtaufwand von knapp 514 Millionen Franken verschlechtert sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahresbudget um 2,7 Millionen Franken, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Insbesondere die Spitäler und Heime mit budgetierten Mehrkosten von 14,4 Millionen Franken fallen demnach ins Gewicht.
Auf der Einnahmeseite rechnet der Kanton zwar mit steigenden Steuererträgen: Der Ertrag aus natürlichen Personen soll um 17,6 Millionen Franken steigen, jener aus Unternehmen um 7,7 Millionen. Gleichzeitig führe die im Juni vom Stimmvolk angenommene Teilrevision des Steuergesetzes zu Mindereinnahmen von rund 7 Millionen Franken.
Die Nettoinvestitionen sollen im Budgetjahr 2027 auf 38,6 Millionen Franken ansteigen, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Die grössten Posten sind der Bau einer Dreifachsporthalle an der Mittelschule und ein Hochwasserschutzprojekt am Buoholzbach.
Auch in den Folgejahren rechnet die Regierung mit Defiziten. Für 2028 und 2029 werden negative Ergebnisse von 13 beziehungsweise 18,5 Millionen Franken prognostiziert. Die finanzielle Entwicklung werde anspruchsvoller, liess sich Finanzdirektorin Michèle Blöchliger (SVP) zitieren. Allerdings verfüge der Kanton über ein sehr solides Eigenkapital.
Für das laufende Jahr hingegen zeichnet sich laut der Mitteilung ein deutlich besseres Ergebnis ab. Gemäss der aktuellen Hochrechnung wird ein Überschuss von rund 15 Millionen Franken erwartet. Dies sei vor allem auf höhere Steuererträge und eine grössere Gewinnausschüttung der Nationalbank zurückzuführen. Budgetiert war ein kleiner Überschuss von 2,6 Millionen Franken.






