Kanton Freiburg sieht sich durch Windmessdaten weiter bestätigt

Keystone-SDA Regional
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Fribourg,

In der Frage nach möglichen Windkraftstandorten sieht sich der Kanton Freiburg in einem umstrittenen Gebiet durch weitere Messdaten bestätigt. Nach den Messungen in Billens-Hennens liegt auch ein Bericht zu Messungen in Surpierre-Cheiry vor.

Der Kanton Freiburg sieht sich bei der Ausscheidung von potenziellen Windenergie-Gebieten durch jüngste Messdaten auf dem richtigen Weg. (Symbolbild)
Der Kanton Freiburg sieht sich bei der Ausscheidung von potenziellen Windenergie-Gebieten durch jüngste Messdaten auf dem richtigen Weg. (Symbolbild) - KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD

Im Auftrag des Freiburger Kantonsparlaments werden an insgesamt sieben möglichen Windkraftstandorten Messungen durchgeführt. Windgeschwindigkeit und Windqualität sind wesentliche Kriterien für den Bau von Windkraftanlagen.

Nicht überall sind aber Windkraftanlagen in der Bevölkerung gerne gesehen. Im Kanton Freiburg wehren sich sechs Gemeinden gegen eine Einstufung als Windkraftgebiet.

Nachdem ein erster Windmessmast in der Region Billens-Hennens aus Sicht des Kantons das vermutete Windkraftpotenzial bestätigte, kritisierten die Gemeinden unter anderem, dass der Kanton einen zu hohen Korrekturfaktor anwende. Ohne den Faktor wären die gemessenen Winde zu schwach für eine Anlage. Von Kantonsseite hiess es, der Korrekturfaktor sei wissenschaftlich anerkannt.

Unterdessen wurde eine zweite Windmessanlage in Surpierre-Cheiry nach einem Jahr der Winddatensammlung abgebaut. Auch diese Daten bestätigten das langfristige Windenergiepotenzial des Gebiets, schreibt der Kanton in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Der von einer einzigen Anlage produzierte Strom könnte die 620 Haushalte von Surpierre-Cheiry versorgen, heisst es darin weiter.

Der Windmessmast, der in Surpierre-Cheiry abgebaut wurde, wird nun in der Gemeinde Sâles für ein Jahr aufgebaut.

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Kommentare

User #1744 (nicht angemeldet)

Und wieviele Voegel werden zu Tode gschlagen??

User #4933 (nicht angemeldet)

Richtig so. Windenergieanlagen liefern Winterstrom für die Schweiz. Für Windenergieanlagen sind die Wintermonate die ertragreichsten. An sonnigen Tagen ist es in den Bergen nur selten windstill. Während der Wind nachmittags das Tal hinauf in Richtung Berg weht, strömt jeweils in der Nacht und am Morgen kühle Luft aus den Bergen ins Tal. Dann weht in der Schweiz der meiste Wind und es können grosse Mengen Strom produziert werden. Österreich, wie die Schweiz ein Alpenland, macht es vor. Dort fallen bereits 12% des Strommix auf Windenergie. In der Schweiz sind es weniger als 0,5%. Im Rahmen starker Tiefdruckgebiete können in der ganzen Schweiz Windgeschwindigkeiten von 100 km/h und mehr auftreten und mehrere Stunden bis Tage anhalten. Die Windgeschwindigkeit hat in den vergangenen Jahren weltweit um gut 7% zugenommen. Die Schweiz weist im Jura, in den Voralpen, auf einigen Graten und in einigen Tälern der Alpengünstige günstige Standorte auf. In der Schweiz werden Windrichtung und -stärke stark von der Topografie beeinflusst, vor allem in den Alpen. Der Windpark Juvent auf dem Mont Crosin deckt den Haushaltstromverbrauch von rund 70'000 Personen. Unter Berücksichtigung von Naturschutz und Klimaschutz sind 215 bis 310 Windenergie-Anlagen in der Schweiz sinnvoll und realisierbar.

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