Kanton Bern soll historische Liegenschaften selber weiternutzen
Der Kanton Bern soll die beiden Amthäuser in Meiringen und Erlach sowie das Schloss Büren an der Aare weiterhin selber nutzen. Das fordert die vorberatende Grossratskommission. Seit 2008 versuchte der Kanton die Gebäude zu verkaufen – ohne Erfolg.

Aus Sicht der Bau-, Verkehrs-, Energie- und Raumplanungskommission ist es sinnvoll, die Gebäude weiterhin kantonal zu nutzen, wie sie in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Der bernische Grosse Rat wird das Geschäft voraussichtlich in seiner Septembersession beraten.
2008 hatte der Regierungsrat beschlossen, mehrere Schlösser und Amthäuser im Zuge der Verwaltungs- und Justizreform zu verkaufen. Dazu gehörten auch die Amthäuser Meiringen und Erlach sowie das Schloss Büren.
Die Liegenschaften wurden deshalb ins Finanzvermögen des Kantons übertragen. Da sie jedoch nicht verkauft werden konnten und für die dort untergebrachte Kantonspolizei keine geeigneten Ersatzstandorte gefunden wurden, sollen sie nun wieder ins Verwaltungsvermögen übertragen und weiterhin als Polizeiwachen genutzt werden, wie die Kommission weiter schreibt.
Die Amthäuser Meiringen und Erlach sollen anschliessend für rund eine Million Franken saniert werden. Für die Investition der drei Liegenschaften sind insgesamt 7,4 Millionen Franken vorgesehen.
Der Verkauf von neun Schlössern und mehreren historischen Amthäusern sorgte seinerzeit für Kritik. Für die meisten Objekte konnten jedoch schliesslich Käuferschaften gefunden werden, oft in Form von Stiftungen.






