Interne Fälle bei der Stadtluzerner Ombudsstelle stark angestiegen
Bei der Stadtluzerner Ombudsstelle haben im vergangenen Jahr deutlich mehr städtische Mitarbeitende Rat gesucht als im Vorjahr. Die internen Fälle stiegen von 12 auf 21 an. Die Stelle erteilte zudem mehr kurze Auskünfte, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.

Die Fälle aus dem Kreis des städtischen Personals verteilen sich laut Communiqué auf alle Direktionen. Ein sogenanntes Whistleblowing zu einem Missstand gab es 2025 nicht.
Die Ombudsstelle behandelte im vergangenen Jahr 498 neue Geschäfte, das sind 56 mehr als im Vorjahr. Der Anstieg erklärt sich durch das Wachstum an kleineren Geschäften: 392 Personen, 59 mehr als 2024, erhielten eine kurze Auskunft oder wurden an zuständige Stellen verwiesen. Bei 106 Geschäften prüfte die Ombudsstelle das Anliegen vertieft.
85 dieser Fälle brachten Personen aus der Bevölkerung vor. Wie schon in den letzten Jahren betrafen diese meist die Sozial- und Sicherheitsdirektion. Dort sind «Aufgabenbereiche mit einem hohen Konfliktpotential angesiedelt», wie es in der Mitteilung hiess. Die Anliegen betrafen etwa die Sozialhilfe, die Zusammenarbeit mit Beistandspersonen und die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB).
2025 berichtete die Ombudsstelle von einer starken Zunahme der Fälle. Seit Anfang 2026 stehen nun 30 Stellenprozente mehr zur Verfügung. Damit sei sichergestellt, dass die Ombudsstelle ihren gesetzlichen Auftrag «weiterhin zufriedenstellend erfüllen kann», schrieb die Stadt weiter.
Das Team der Ombudsstelle erkläre Ratsuchenden die Verwaltungsabläufe, informiere über die Rechtslage und gebe Empfehlungen zur Selbsthilfe. Das Ziel ist laut der Mitteilung, «einen konstruktiven Dialog» herbeizuführen.






