Stadt Zürich

Im ersten Zürcher Kinderhospiz zieht das Leben ein

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Das Kinderhospiz Flamingo in Fällanden öffnet am Dienstag seine Türen.

Das Kinderhospiz Flamingo in Fällanden öffnet am Dienstag seine Türen.
Das Kinderhospiz Flamingo in Fällanden öffnet am Dienstag seine Türen. - Kinderhospiz Flamingo

«Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber wir können dem Tag mehr Leben geben», sagt die Geschäftsführerin des ersten Kinderhospizes im Kanton Zürich.

Dies könne ermöglicht werden, indem das Kinderhospiz-Team die betroffenen Kinder und Jugendliche sowie ihre Angehörigen unterstütze, schöne Situationen und bleibende Erinnerungen schaffe und Leiden lindere, sagte Kinderhospiz-Geschäftsführerin Elisabeth Brenninkmeijer am Montagabend im Gespräch mit dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF.

Sie vergleicht das Kinderhospiz mit einem Hospiz auf einer Passhöhe. «Es ist ein Ort zum Ankommen und zur Erholung. Ein Ort, an dem man das machen kann, was einem in diesem Moment gerade wichtig ist», so Brenninkmeijer. Denn meistens sei der Weg zu einem Hospiz ja beschwerlich. «So wie er für unsere Gäste und ihre Familien ja auch ist.»

Die Kinder und Jugendlichen, die mit ihren Familien das Angebot des Kinderhospizes in Anspruch nehmen, leiden an lebensverkürzenden Krankheiten, sie werden das Erwachsenenalter meistens nicht mehr erleben. Aber die Kinder und Jugendlichen im Hospiz stünden nicht kurz vor dem Tod, betont Brenninkmeijer. «Die meisten kommen in stabilem Zustand», sagt sie.

Beim Aufenthalt gehe aber vor allem auch um die Bezugspersonen dieser Kinder. Den Kindern selber werde ja gut geschaut im Spital oder sonst wo. Aber die Eltern, die rund um die Uhr für ihre Kinder da sind, seien oft erschöpft, erkrankten an Burnout. Eine grosse Entlastung könne schon darin bestehen, einfach wieder einmal eine Nacht durchzuschlafen, sagt Brenninkmeijer. Kinder sterben nur selten in einem Kinderhospiz. Normalerweise gingen die Eltern mit den Kindern nach Hause.

Beim Kinderhospiz Flamingo in Fällanden handelt es um das erste Kinderhospiz im Kanton Zürich und das zweite in der Schweiz. Das erste nahm 2024 in Bern den Betrieb auf. In Europa gibt es 133 Kinderhospize.

Der Bau des Kinderhospizes Flamingo wurde zu einem grossen Teil durch Spenden finanziert. Um den laufenden Betrieb zu ermöglichen, benötigt das Kinderhospiz jährlich rund 2,8 Millionen Franken an Spendengelder. Pro Aufenthaltstag zahlt eine Familie 80 Franken.

Kürzlich reichten FDP-Gemeinderatsmitglieder der Stadt Zürich ein Postulat ein, das nun auch in Zürich ein Kinderhospiz fordert.

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